Eigentlich stand der harte und abgebrühte Marine-Sergeant Michael Nantz kurz vor seinem Dienst- Austritt, doch als plötzlich ein vermeintlicher Meteoritenschauer über Los Angeles niedergeht, wird er wieder einberufen um ein paar Zivilisten zu retten. Wie sich kurz darauf heraus stellt, handelt es sich allerdings nicht um eine Naturkatastrophe, sondern um eine unglaubliche Invasion von Außerirdischen! Angeführt von dem jungen Second Lieutenant Martinez, werden Nantz und sein Platoon beauftragt, Überlebende in Santa Monica auf dem Weg zur Polizeistation einzusammeln und dort zu evakuieren. Da das Militär das ganze Gebiet in die Luft sprengen möchte, um so die Aliens zu vernichten, haben die Männer 3 Stunden Zeit bevor mit der Bombardierung begonnen wird.
Wenn es nach der Filmbranche geht kommen auf jeden netten E.T. doch mindestens fünf Darth Vaders, da sollte man sich doch wirklich überlegen, ob man weiterhin Satelliten mit hoher Reichweite und genauer Positionierung der Erde ins All schickt. Auch hier kommen die Aliens alles andere als in Frieden. Nicht die Kolonisation ist angesagt, sondern die auf die Wasservorräte haben sie es abgesehen, da es für die Extraterrestrischen als Treibstoff dient. Als logisch denkender Mensch kann man sich natürlich schon mal fragen warum die das Zeug nicht einfach tonnenweise vom Jupitermond Europa in tranportierfreundlicher Eisform abgebaut. haben, anstatt auf der Erde massig Verluste zu riskieren, aber vielleicht kommen die ja vom Heimatplaneten des fliegenden Suizidkommandos aus Leben des Brian
Wenig Gutes konnte man im Vorfeld über die filmische Darstellung der Invasion hören, doch gerade zu Anfang hat Batlle of LA seine spannendsten Momente. Schemenhaft steigen die Außerirdischen aus dem Wasser und ballern erstmal den Strand sauber. Der Zuschauer wird dann zusammen mit einer kleinen Einheit Marines mitten rein in das Inferno gerissen. Hier wird noch sehr geschickt die Spannung oben gehalten. Nebelschwaden verdecken die Sicht, alle sind gespannt auf Nahaufnahmen, dann endlich der erste Blick auf einen der biomechanischen Besucher, der nur mit Mühe und ca. hunderten Schuß Munition in den Alienhimmel geschickt wird.
Bis hierhin ist alles noch in Ordnung, das Tempo ist hoch, handwerklich ist alles sauber gemacht und auch die CGI ist am Puls der Zeit. Der Abwärtstrend geht für mich dann ab der Rettung der Zivilisten los. Nicht nur das man dort drei Goofen ins Spiel bringt, vor allem aber gehen ab hier mit den Machern sämtliche Pathosgäule durch. Hier regieren jetzt heroische Selbstopfer, unrealistische Gefechte, aufrecht gefallene Helden mit tapferen Abschiedsworten und Durchhalteparolen, die einem die Wurst aus dem Enddarm ziehen und ich mir die Stummfilmzeiten zurückgewünscht habe. Wirklich ganz übel und vor allem ständig steigend mit fortschreitender Laufzeit. Da hat mit Sicherheit das US-Verteidigungsministerium mächtig gesponsored und wohl nur mit Mühe die stars and stripes farbene Einblendung "join the Navy" nicht ins Bild geschoben.
Auch das Interesse an den Kämpfen, wenn ausnahmsweise die Klappe gehalten wird, läßt auf die Dauer nach. Trotz hoher Qualität ist es auf Dauer einfach nur noch more of the same. Der Titel läßt ja eine oder mehrere Fortsetzungen vermuten und ich hoffe die Produzenten überarbeiten ihr Konzept noch einmal, sonst können die Invasoren die nächsten Battles von mir aus ruhig gewinnen.
5/10