Review
von Leimbacher-Mario
War of the Wackelkameras
Dieser Alien-Invasions-Actioner wäre gerne der direktere, kleine Bruder von "Krieg der Welten", er wäre gerne so etwas wie "Black Hawk Down" mit aggressiven E.T.s, er wäre gerne realistisch und trashig zugleich - im Endeffekt erreicht er keines von seinen an sich selbst gestellten Zielen. Zumindest nie den vollen Weg... Wir folgen einer Gruppe von Marines als letzte Bastion Los Angeles' gegen eine anrückende Alienarmee, die sich scheinbar unaufhaltsam vom Meer aus Richtung Inland vorkämpft und es auf unsere Wasserreserven abgesehen hat...
"World Invasion: Battle Los Angeles" liest sich nicht nur wie ein Videospiel, er fühlt sich auch ganz ähnlich an. Kein Proargument, denn selbst zocken macht immer mehr Spaß als passiv zuzusehen. Selbst in Zeiten boomender Let's Play-Videos, selbst wenn es für Invasionsfans durchaus das ein oder andere Eyecandychen gibt. Aaron Eckhardt macht seine Sache als desillusionierter Leader stellenweise phantastisch und in Sachen Action rüttelt es quasi durchgehend. Unschöner ist dagegen das maßlose Badass-Overacting von Michelle Rodriguez, das lahme Aliendesign und deren extrem variierendes Kräfteverhältnis. Am Anfang nahezu unschlagbar, dann billigstes Kanonenfutter wenn man es gerade braucht - das nervt und lässt die Spannung gegen den Nullpunkt wandern. Zudem weiß er nie so recht ob er ernst zu nehmender Blockbuster oder hochpreisige Asylum-Produktion sein soll, was immer etwas unrund aufstößt. Was bleibt ist plattes, zu vernachlässigendes Mittelmaß.
Fazit: ein kraftloser B-Movie, aufgeblasen und hohl, blutleer und spassfrei. Den sollten sich nur die schmerzfreisten Alien-Invasion-Fans geben!