Rednecks gibt es überall, - an Land, auf dem Wasser, aber bislang noch nicht in der Luft, weil sie dafür zu doof sind. Zum Steuern eines kleinen Skippers reicht es dann doch noch und so versuchen ein paar bärtige Fischer mithilfe von Menschenfleisch ungewöhnliche Fischköder herzustellen.
Die Teens um Mike und Diane wollten auf der Luxusyacht von Trailor ein entspanntes Angelwochenende verbringen, doch mitten auf hoher See fällt die Steuerung aus. Als sich ihnen ein Kutter nähert, wähnt man sich gerettet und greift gierig nach dem gereichten Wasserkanister…
Nichts Neues im Slasherland, obgleich Regisseur und Autor Matt L. Lockhart im Prinzip nicht viel falsch macht. Die vagen Figurenzeichnungen reichen gerade noch aus, um einen potentiellen Helden auszumachen und denjenigen mit ein paar niveaulosen Aktionen zu etablieren, der wahrscheinlich als erstes abnippeln dürfte.
Leider kommen die Fischer, bis auf einen Mutanten mit Fischauge, der plötzlich an einem Fenster auftaucht, überhaupt nicht bedrohlich rüber. Austauschbare Fischerkleidung mit großen, tief hängenden Kapuzen, tiefe Grummelstimmen und seelenruhige Bewegungen werfen nichts Markantes in die Runde.
Entsprechend hat man den Eindruck, dass hier nicht viele Ideen im Raum standen, da das Einmaleins des Genres überraschungsfrei abgespult wird und selbst zum Showdown nicht eine Wendung auf den Betrachter wartet. Auch die wenigen Gewalteinlagen verschaffen nicht viel Abwechslung, denn in Sachen Folter ist kaum etwas Explizites zu sehen: Es steckt eine Forke im Bein, eine Bauchdecke wird aufgeschnitten, ein Arm der Länge nach geöffnet, eine Schaufelspitze im Mund platziert und ein Haken landet im Unterkiefer. Immerhin wurden die meisten Effekte ohne Computergedöns in Szene gesetzt und sehen von daher überzeugend aus.
Im Endeffekt bietet Debütant Lockhart mit seinem Genrebeitrag einen austauschbaren Streifen von der Stange, der handwerklich in Ordnung geht, ein nahezu passables Erzähltempo vorlegt, taugliche Mimen (unter anderem Richard Riehle und Jason Mewes) einbindet und in Sachen Action einige Zweikämpfe in Zeitlupe halbwegs spannend gestaltet, während die klaustrophobischen Möglichkeiten der begrenzten Räumlichkeiten an Bord kaum genutzt werden.
Ein leidlich unterhaltsamer Streifen, der Genrefans rein gar nichts Innovatives bietet und von daher nicht im Geringsten aus der breiten Masse an Slashern hervorsticht.
4 von 10