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Die Brüder Bret und Mike wollen zusammen mit ihrem Kumpel Trailor auf dessen Yacht einen Angel-Trip unternehmen, wofür dieser ganz Feuer und Flamme ist, denn ein paar heiße Schnitten sind auch noch mit an Bord. Mitten auf hoher See hat das Boot plötzlich einen Motorschaden und der Funk fällt aus, weshalb man orientierungs- und hilflos auf dem Ozean treibt. Nachdem die Trinkwasser-Vorräte aufgebraucht wurden, verheißt ein herannahender Kutter die Rettung, doch statt ihnen zu helfen werden die Kids von der Besatzung betäubt und kommen erst wieder auf einer abgeschiedenen Insel zu Bewusstsein, wo die "Watermen" - bei denen es sich übrigens um Kannibalen handelt - immer wieder mal schnöselige Touristen zu Fisch-Futter und Krabben-Ködern verarbeiten... Wenn "Wrong Turn" und "Hostel" auf hoher See aufeinandertreffen würden, käme vermutlich nichts anderes als "The Watermen" dabei heraus, der sich halt wirklich nur durch die Wahl seines Settings irgendwie von den üblichen Backwoods-Streifen und Folter-Pornos unterscheidet, weswegen es für den geneigten Zuschauer auch schon fast egal ist, zu welchem der genannten Filme er nun greift. Irgendwelche originellen Einfälle hat Matt L. Lockhart für sein wässriges Derivat bekannterer Vorbilder jedenfalls nicht gehabt, vielleicht mal abgesehen davon, dass er seine grunzenden Kretins halt in 'nem Ostfriesennerz rumlaufen lässt wie den Fischer aus "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast", was als Alleinstellungsmerkmal aber auch nicht wirklich ausreicht. Zumindest hat man es aber gepackt, im weiten Mittelfeld des Genres nicht völlig abzusaufen, denn die notwendigen Zutaten, die da schon immer für mehr oder minder solides Entertainment (gerne auch mal unter Niveau) gesorgt haben, sind ja allemal vorhanden: Titten, Ärsche, Gore! Gut blutig geht's hier demnach zur Sache und so manches Silikon-Implantat hält es hier - im wahrsten Wortsinn - nicht mehr in der Bluse. Dass die Angelegenheit ebenso splatterig wie dumm geraten ist, muss man dabei halt akzeptieren... aber das wäre ja nicht das erste Mal. Gegenüber anderen, ähnlich debilen Low Budget-Streifen hat "The Watermen" aufgrund der mit einigem Tempo durchgeprügelten Minimal-Handlung ohne irgendwelche Durchhänger aber leichtes Oberwasser, immerhin. Ach ja, um nicht zu sexistisch rüberzukommen und den blank ziehenden Girls was entgegenzusetzen, darf der wohl gänzlich schmerzbefreite Jason Mewes hier schon ziemlich früh mal ausführlich seinen Sack in die Kamera halten, was mithin der schockierendste Moment ist, den "The Watermen" auf Lager hat...

5/10

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