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„Moving Target“ ist ein weiterer, uninteressanter B-Actioner mit Michael Dudikoff in der Hauptrolle.
Der Kopfgeldjäger Sonny (Michael Dudikoff) fängt gegen Bezahlung Kautionsflüchtlinge ein. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer Zeuge eines derartigen Auftrags, was allerdings ziemlich uninteressant abläuft. Pseudo-Komik wie die Domina als Nachbarin nervt nur und das bisschen Geprügel ist armselig und unspektakulär.
Zu Hause kriegt Sonny Stress mit seiner Frau, die Angst um ihn hat. Trotzdem lässt er sich ohne offiziellen Auftrag auf die Wiederbeschaffung eines jungen Russen ein, als dessen Eltern ihn bitten. Doch der junge Mann wird getötet, kaum dass Sonny ihn eingefangen hat und auch der Kopfgeldjäger kommt nur knapp mit dem Leben davon. Hier ist „Moving Target“ auf jeden Fall überzeugender, denn die Verfolgungsjagd, die dem Mord vorausgeht, kann sich sehen lassen.

Sonny steckt nun bis zum Hals in Schwierigkeiten: Die Polizei glaubt nicht so recht daran, dass er den Mann nicht getötet hat und die Russenmafia, der er angehörte noch viel weniger. Unter Zeitdruck muss Sonny den wahren Täter ermitteln, denn andernfalls droht die Exekution durch die Mafiosi.
Das verschneite Ambiente von „Moving Target“ mag atmosphärisch noch halbwegs überzeugen, der Film tut es nicht. Vor allem die Tatsache, dass viel zu viel geredet wird, macht den Film langweilig. Denn die Dialoge sind ziemlich schwach und die Handlung uninteressant sowie wenig spannend. Zudem hat man bei vielen Szenen das Gefühl alles schon mal besser gesehen zu haben. Allenfalls die häusliche Seite des Helden kann noch ein wenig Sympathie aufbringen.

Die Action ist nicht sehr zahlreich, kann sich aber ab und zu sehen lassen. Der Kampf in der Schule ist z.B. recht geschickt gemacht worden. Meistens bekommt man aber nur das übliche Ballern und Prügeln zu sehen und der Showdown ist auch enttäuschend. Die wenigen guten Actionszenen können den Gesamteindruck nur minimal verbessern.
Michael Dudikoff agiert hölzern wie so oft, auch wenn er hier nicht allzu nervig ist. Die meisten anderen Darsteller sind ziemlich Knallchargen, die kaum was auf die Reihe kriegen. Und der aussortierte Billy Dee Williams bekommt in einer mehr oder minder wichtigen Rolle das Gnadenbrot, weshalb er wohl so lustlos spielt.

„Moving Target“ gehört zu jener Art von unterdurchschnittlichen und lahmen B-Filmen, die auch Genrefans getrost links liegen lassen können.

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