Review

Braucht man im neuen Jahrtausend noch unsäglich billige und schlechte Variationen des "One-man-army-against-terrorists"-Themas? Braucht der Mensch überhaupt solch filmischen Fliegendreck wie "Crash Dive", einen Direct-To-Video-Nachäffer der "Alarmstufe Rot"-Filme, die auch schon wohl nur die einzig sehenswerten "Die Hard"-Epigonen waren? Im Produktionsjahr '96 konnte man es noch mit der Gier der Macher erklären, nicht entschuldigen, im Kielwasser dieser Großproduktionen mit minimalsten Aufwand ein paar Bucks zu verdienen.

Weder zu erklären noch zu entschuldigen ist die Dumm- und Unfähigkeit, die dem Zuschauer aus jedem verschwendeten Filmmeter entgegenschreit. Den Verdacht der Zuschauerverarschung kann man dabei getrost beiseite legen, denn dafür müssten ja Macher und Mitwirkende cleverer sein als der Zuschauer. Unwürdigstes "Schauspiel", billigste Requisiten und eine Regie, die keine ist. Selbst Tonmischung und -effekte sind schlecht. Auch der anspruchsloseste Action-Allesseher kann dieses Machwerk nicht ohne heftigsten Brechreiz goutieren, umso gefährlicher in Kombi mit gähnbedingter Kiefersperre. Und der dramaturgische Höhepunkte ( Sprengung einer Rakete über Washington ) ist technisch derart schlecht, das er nicht einmal mehr belustigt. Also lieber weiter an die altbekannten Genreklassiker halten.

Eine Bemerkung noch: war "Stirb Langsam" Bruce Willis' Karrieresprungbrett, sieht Segal mittlerweile aus wie Marlon Brando in der Microwelle und ist mit seine letzten Fimproduktionen genau dort gelandet, wo Crash-Diver Michael Dudikoff verdientermaßen nie heraus kam. Wie schon Darth Vader sagte: "Der Kreis schließt sich."

Details
Ähnliche Filme