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Japans Splatterkönig Noboru Iguchi ("Machine Girl", "Zombie Ass") folgt auf dem Body-Horror-Pfad den Spuren von "Basket Case". Ohne Splatter geht's aber natürlich auch hier nicht.
Der Mann hat seinen Basket Case gelöst und ist den Cronenberg sicherlich rauf und runter, auch wenn man da vor "Tomie: Unlimited" kaum drauf gekommen wäre, weil bei Iguchi alles immer so grell knallt. Aber klar, im Nachhinein muss ich sagen: hätte man sehen können.
In seiner Version von "Tomie", einem in Japan mehrfach verfilmten bekannten Manga, schafft der Ex-Pornofilmer sogar in Ansätzen eine unheimliche Psych-Atmo, was seinen Splatterflics ja komplett abgeht, weil's meistens nur abgeht.
Dazu addieren sich ein Haufen skurriler Einfälle, die er zum Teil seinem FX-Master zu danken hat, wie Iguchi im sehr interessanten Interview in den Extras erzählt. So wollte er ein Gesicht in einer Butterbrotdose haben. "Ein Gesicht ist langweilig, lass uns sechs machen" beschied ihn sein FX-Man und ich darf sagen: das sieht aber mal so gar nicht langweilig aus.
El Fazito: Wer angesplatterten J-Body-Horror mit Schulmädchen und Bizarre-Touch mag, ist hier richtig. Fünfkommafünf von mir.

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