Cross ist gerade einmal acht Jahre alt, als er von seinem Vater das legendäre magische, grün schimmernde Kreuz geschenkt bekommt. Sein Auftrag im Leben ist daher klar definiert: Er muss den Kampf gegen das Böse fortsetzen. Dreißig Jahre später kommt der Wikingerkrieger Gunnar nach Los Angeles, um gemeinsam mit dem Mafia-Boss Erlik den Stab von Sekhmet einzusetzen. Cross und sein Team von Waffenspezialisten müssen dies verhindern - mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Cross würde ich jetzt einfach mal als die Avenger des armen Mannes bezeichnen. Eine Truppe größtenteils farbloser Pfosten im Kampf gegen das Böse und das alles auf der Basis des Übersinnlichen. Bis man zu dieser Einsicht kommt muß man sich aber erst mal das Puzzle des verwirrenden Plots selbst zusammenkleben, denn der Film tut das leider nicht.
Das Script ist sowieso eine ziemliche Katastrophe. Da werden Wikinger, altägyptische Stäbe, Blut der Ahnenlinie griechischer Götter und keltische Kreuze angerührt und mit einem Unsterblichen vermischt. Dieser will ja eigentlich auch nur den gepflegten Selbstmord vollziehen, aber als winzige Nebenwirkung dessen muß halt auch der Rest der Menschheit dran glauben. Dazu kommt noch eben unsere Truppe aus austauschbaren Gesichtern, deren Mitglieder keinen wirklichen Background bekommen und jede Menge Blech reden. Das geht sogar so weit das der glorreiche Anführer beinahe zu heulen anfängt als man ihm sein dolles Kreuz vom Hals zupft und den Rücktritt verkündet. Achja Superkräfte sind auch noch im Spiel, das Kreuz verleiht mindestens Telekinese, während Schurke Erlik mit Telepathie gesegnet ist.
Aus diesem ganzen Gemisch an geklauten Ideen ist es sicher schwer einen vernünftigen Film daraus zu stricken. Erschwerend kommt hinzu das das Budget maximal den Gegenwert griechischer Staatsanleihen hat und dann natürlich die CGI auch dementsprechend ausfallen. Immerhin wird das bekloppte Drehbuch durch ein wenig Action aufgewertet. Es darf munter geballert werden, sogar manchmal ordentlich blutig und der Bodycount-Zähler bekommt genügend Futter.
Überhaupt kommt mir der Film vor, als wäre er der Pilot einer nicht gedrehten Serie. Den Schluß legt zumindest das Ende nahe, zudem überleben alle Guten und auch der nominelle Bösewicht darf weiterleben (auch trotz Kopfschuß, kurz geschüttelt und weiter geht's???), als würde man ihn in eben einer Serie als Dauergegenspieler noch brauchen. Das Ganze ist aber ein ziemlicher Murks geworden. Ich hab nach wenigen Minuten aufgehört das wilde Treiben auch nur ansatzweise ernst zu nehmen, ab da wars dann sogar noch ganz unterhaltsam. Trotzdem schade um die vielen bekannten Leute die da mitspielen.
4/10