Eine Gruppe Behinderter verübt terroristische Anschläge auf die Schönen und Reichen der Welt. Sie nennen sich treffenderweise "Aktion Mutante" und führen einen militanten Kampf gegen den Schönheitswahn. Dabei gehen sie höchst paddelig vor, professionell wird es erst, als ihr Anführer aus dem Knast entlassen wird und neue Pläne im Gepäck hat. Doch die Entführung der schönen Millionärstochter Orojo gerät aus den Fugen, als die dämliche Crew sich gegenseitig des Hinterziehens von Lösegeld verdächtigt. Regisseur Alex de la Iglesia hat mit "Aktion Mutante" den bisher sicher durchgeknalltesten Film gedreht, der sich in Ideen und Genres an keine Konventionen hält. Ähnlich wie in "El dia de la bestia" ist dieses Werk vordergründig eine Komödie, allerdings mit starkem Sci-Fi-Einschlag und einigen überraschend splatterigen Einlagen. Die Charaktere als solches wie auch die zahllosen Gags zeugen von äußerst viel Kreativität, jedoch nicht immer von viel Geist, was deren Niveau angeht. Für Leute, die südeuropäischen Slapstickhumor der 60er und 70er Jahre ebenso mögen wie Monty-Python-Witz ist dieses bizarre Filmchen sicher ein gefundenes Fressen. Richtig glänzend wird es bei den vielen sehr schwarzhumorigen Szenen, da fließt auch mal nebenbei einiges an Blut. Die filmische Umsetzung läßt kaum Wünsche offen, alle Sets sind liebevoll und detailreich ausgestattet, hier fängt die Kamera viel Abwechslung ein, spielt "Aktion Mutante" doch auf der Erde, in Raumschiffen und auf einem fernen Planeten!
Fazit: Wenn man ein paar Albernheiten überhört ist dieser schrille, kategorielose und anarchistische Streifen durchaus partytauglich. 7/10 Punkten