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Weil Mel Gibson vor einigen Jahren irgendwie schwer einen an der Waffel hatte und sich u.a. als Antisemit outete, legte das überwiegend von jüdischen Amerikanern geleitete Hollywood den Bann über den einstigen Superstar.

Seitdem fristet er ein Schattendasein und darf nur noch in kleineren Produktionen vor die Kamera, deren Kinoauswertungen kaum der Rede wert sind. Mit anderen Worten: Mel Gibson ist weg vom Fenster und selbst daran schuld.

'Get The Gringo' ist ein klassischer B-Film, der nicht viel Neues zu erzählen hat. Ein Gangster (Gibson) flieht nach einem gescheiterten Überfall nach Mexiko und landet dort in einem kleinstadtähnlichen Knast, in dem er fortan ums Überleben kämpfen muss.

Als Mel-Gibson-Fan der ersten Stunde ('Mad Max 2' verschlang ich vor 30 Jahren auf VHS), sah ich hier über manche Unstimmigkeiten gnädig hinweg und freute mich einfach darüber, den alten Sack überhaupt mal wieder sehen zu dürfen.

Ein großer Wurf ist 'Get The Gringo' trotzdem nicht geworden. Ist aber wesentlich besser als 'Stirb langsam 5'. Und wenn wir schon bei Action-Altstars sind: Wer Arnies 'The Last Stand' mochte, kann hier zuschlagen.

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