kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 20.10.2012
Ein unerwartet sperriger Film. Zuerst wird mit einem 70er-Jahre-Gedächtnis-Vorspann losgelegt, um dann stilistisch - abgesehen von der omnipräsenten Limo - kaum noch darauf einzugehen, dann bringt man den eigentlichen Fall etwas holprig in die Spur, wobei erst noch die "Whodunit"-Karte ausgespielt wird, bevor dann doch recht schnell das offene Blatt auf dem Tisch landet. Ab hier geht es darum, sich aus der dabei entstandenen kniffligen Situation herauszuwinden. Das moralische Dilemma, in dem der Anwalt sich befindet, kennt man bereits aus dem ein oder anderen Gerichtsfilm, es wird aber immerhin mit neuen Finessen und Schlupflöchern ausgereizt, so dass sich im Mittelteil ein durchaus spannender Film entwickelt. Als die Story aber gerade einmal in Fahrt ist, wird sie seltsamerweise vollkommen abrupt mit dem Abspann bedient, hätte der Handlungsverlauf doch zumindest noch einen weiteren Haken erwarten lassen. Immerhin ist die Kameraarbeit einen ganzen Film lang schön dynamisch gehalten; durch das Mitwirken von Marisa Tomei kommen fast schon Assoziationen zu "The Wrestler" auf.
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