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Der Inhalt kurz in einem Satz (OHNE SPOILER!): Ken Boyd (Kevin Korrigan) wurde nach einem Selbstmordversuch aus der Psychiatrie entlassen und will nun alle töten die seiner Meinung nach für seine Situation verantwortlich sind….SOME GUY WHO KILLS PEOPLE besticht durch ein einerseits ruhiges, fast verschlepptes Erzähltempo und anderseits dann fast ohne Vorwarnung kommende blutige Effekte. Köpfe und andere Körperteile fliegen einem um die Ohren und den Hauptdarsteller muss man einfach sympathisch finden.

Der Film ist voller skurriler Figuren wie einem trotteligen Sheriff, Mutter und Tochter und einem Hauptdarsteller, der den Irren erstaunlich wandlungsreich und nicht in gewohnter Art darstellt und viele übliche Klischees vermeidet. Das Zusammenspiel mit seiner Familie gelingt Ken Boyd hervorragend und hier spielt der Film seine Stärken aus. Wie immer gibt der martialisch klingende deutsche Titel MORDLUST nicht den gelungenen feinsinnigen Spagat des Films zwischen Gewalt und Komik wieder.

Der schwarze Humor geht auch in Richtung Kirchenkritik, Ausbeutung am Arbeitsplatz, dicke Menschen usw. Das SOME GUY ist ein Film für Indie-Liebhaber ähnlicher Streifen wie aus der letzten Zeit z.B. JEFF DER NOCH ZU HAUSE LEBT oder auch OUR IDIOT BROTHER. Wobei diese natürlich nicht einen ähnlichen Gewaltanteil vorzuweisen haben und mehr an ein Overground Publikum gerichtet sind als SOME GUY dessen B-Film Charakter und Schauspieler schon sehr aus den Filmritzen schauen.

5/10 Baseballschlägern....äh,....Punkten

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