Review

Vor allem das Cover und der Trailer wollen glauben machen, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm halten soll. 'Sie hat einen unstillbaren Blutdurst' quäkt die Stimme des Sprechers im Trailer. Dieser Film ist jedoch ein kleines Meisterwerk, und beileibe kein Horrorfilm im üblichen Sinne.
Erzählt wird die Geschichte einer umherfahrenden Freak-Show, in der allerlei Monstrositäten gezeigt werden. Dazu gehört auch das 'Wolfgirl', eine junge Frau, die durch übermässige Behaarung die Zuschauer zum Gruseln bringt, etwas Grunzen und Kratzen tut ein übriges.
Der Film lebt aber nicht von der Zuschaustellung von Behinderungen etc., sondern ist ein durchaus sensibles Werk über die Liebe des Wolfgirl und einem jungen Aussenseiter der Stadt. Und wie in jedem guten Horrorfilm (als Vergleich vielleicht zu hart 'Return of the Living Dead III') fundiert der Film seinen Mittelpunkt auf diese Liebe und ihre eigentliche Unmöglichkeit: am Ende will er vernichten, was er eigentlich liebt und geschaffen hat (indem er ihren starken Haarwuchs durch einen Stoff der Mutter verhindern will). Die Unmöglichkeit ihrer Liebe ist im Film mit so viel Melancholie dargestellt, ja der ganze Film ist so voll Melancholie, das es ans Herz geht. Die Darstellung bleibt dabei immer erträglich,nie voyeuristisch, und das macht diesen kleinen Film ganz gross. Am Ende ist die Gewalt für eine 12er Freigabe etwas hart, aber passt voll in diesen Film.
Sehenswert.


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