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Herschell Gordon Lewis war als Regisseur schon immer nur ein grobschlächtiger Handwerker und mäßiger Geschichtenerzähler, der obendrein nie ein anständiges Budget zusammenkratzen konnte. Darum ist auch seine UH-OH-SHOW nur eine flache und absurde Snuff-Parodie auf Sendungen wie das Glücksrad mit simpel getricksten Verstümmelungen, wie man sie schon Ende der 80er z.B. im Indie-Streifen VIDEO VIOLENCE 2 zu sehen bekommen hat. Auch als Satire auf die Medien und den Blutdurst der Zuschauer erweist sich der Cheapie als ausgesprochen einfältig, denn die Gags bestehen nur aus altbackenen Wortspielen über frisch abgetrennte Körperteile und die Opfer/Kandidaten sind vollkommen unrealistisch schmerzfrei und naiv. HGL selbst spielt einen alten Märchenonkel. Und auch der andere amerikanische Trash-Gore-Opa, Lloyd Kaufman, hat einen (mäßig witzigen) Gastauftritt. Gut gemeint, aber banal.