Review

Als ein russischer Satellit in einem Feld einschlägt, sieht ein Künstler in ihm das fehlende Teil für seine neue riesige Skulptur. Doch der Satellit enthält eine mysteriöse außerirdische Substanz, die die gigantische Statue zum Leben erweckt. Unaufhaltsam vernichtet das eiserne Monster alles was ihm in den Weg kommt. Eine Handvoll Menschen stellt sich ihm in den Weg. Doch es bleibt nur noch wenig Zeit die Kreatur zu stoppen, bevor es noch mehr Menschen tötet.

Wenn schon Billigschotter vom SyFy Sender, dann wenigstens den der von Paul Ziller verbrochen wurde. In Space Transformers (hat mit dem Blockbuster Transformers aber rein gar nichts zu tun, solche Fake Produkte kommen dann eher aus dem Hause Asylum) hat er mit Drehbuch und Regie wieder die wichtigsten Aufgaben in Personalunion übernommen und so dürfen wir wenigstens auf zünftigen Trash hoffen. Das titelspendende Monster ist hier ein fünf Meter hoher Roboter aus Altmetall, der ein wenig aussieht wie der uneheliche Sohn von Terminator und Nummer fünf lebt.
Erfischend ist hier ausnahmsweise das wir über beinahe durchgehend sympathische Charaktere verfügen, mit denen man sogar ein wenig mitleiden kann, anstatt frenetisch das Monster der Woche anzufeuern. Es gibt zwar eine unangenehm aufgesetzte Love Story und die Teenie Tochter nervt auch ganz gerne, aber die sonstigen Darsteller machen sogar Spaß. Das Brüderpaar, dem die Space Technology mit dem grünen Glibberzeugs drauf vor die Füße fällt, sind nette Loser und die Typen in der Bar auch angenehm skurril (aus mehr als 10 Einwohnern scheint das Kaff eh nicht zu bestehen).
Die folgende Robomordserie ist natürlich purer Trash, der SyFy technisch wie gehabt nicht von einem übermäßige Budget behindert wurde. Der wandelnde Weltraumschrott sieht dabei sogar gar nicht mal übel aus, hat aber leider zu wenig Auftritte, meist rollen Einzelteile davon durch die Gegend, nachdem er einmal zerstört wurde und sich nun wieder zusammensetzen will (sah beim T-1000 natürlich wesentlich eleganter aus) um den Rest der Bevölkerung zu killen.
Dies geschieht überraschenderweise bei dem Riesending nicht durch rohe Gewalt wie man annehmen sollte, sondern durch einfache Berührung, denn die AlienBakterien infizieren dann den menschlichen Körper um die metallischen Komponenten aus dem Blut zu saugen, da diese nur auf und von Metall existieren können. Warum die Biester allerings diese umständliche Methode wählen, anstatt viel einfacher die Autos und Gullydeckel anzuknabbern, bleibt ein ungelöstes Geheimnis des Drehbuchs.
Space Transformers macht sogar mehr Laune als ich erwartet hatte, ohne ihn jetzt mit einem guten Film verwechseln zu wollen. Die Handlung läuft recht flüssig daher und ist blöd genug, um bescheidene Geister und Trashfreunde wie mich zu unterhalten. Vor allem die Moral von der Geschicht, das niemand nach diesem Film je wieder behaupten kann, Alkohol wäre zu nichts gut, fand ich schlicht zu gackern.
6/10

Details
Ähnliche Filme