kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 07.07.2013
Ein im besten Sinne klassischer, minimalistischer Western, der vom Drehbuch weniger zehrt als vielmehr von den Bildern der bolivianischen Drehorte, denen er stilllebengleich frönt. An der Flippigkeit, mit der Paul Newman und Robert Redford damals als „Butch Cassidy and Sundance Kid“ durch die Weiten ritten, ist Sam Shepard in seiner Butch-Cassidy-Interpretation gar nicht interessiert; der Film strömt das Aroma bereits durchlebter Abenteuer genauso aus wie die Sehnsucht nach der letzten Ruhe, im Western oft sinnbildlich stark verwandt mit dem Tod. Das muss dann aber auch schon genügen, denn von der epochalen Wucht eines Leone-Westerns oder der Bedeutungskraft eines „Erbarmungslos“ ist „Blackthorn“ weit entfernt. In gewisser Weise spiegelt er das Bedürfnis nach altmodischen Western wider, wie sie heute normalerweise nicht mehr gedreht werden.
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