Unglaublich... Es ist tatsächlich passiert. Nach all den Jahren hätte ich nicht gedacht, dass es ein Film noch schaffen würde, Max und Moritz Reloaded als mein persönliches "Shittiest Movie ever EVER" abzulösen. The King is dead, long live the King!!! Eigentlich ist 1/10 noch viel zu viel für diese Ansammlung cerebraler Diarrhoe, die sich Alice in Murderland nennt. Es tut mir wirklich leid, für Meisterwerke wie Fantastic Movie, Dörte’s Dancing oder Shark – Das Grauen aus der Tiefe, dass sie in meiner persönlichen Bewertungsskala jetzt auf einer Stufe mit diesem Verbrechen an der Menschheit stehen müssen. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass man ähnlich wie The Asylum es macht, relativ neue Blockbuster als Vorbild nimmt und dann versucht daraus irgendwie einen eigenen, halbwegs genießbaren Film zu machen. Besitzen selbst die The Asylum-Meisterwerke wie beispielsweise Megapiranha oder MegaShark vs Crocosaurus noch einen gewissen Trashfaktor, den man sogar ansprechend finden kann, verursacht Alice in Murderland nur unerträgliche körperliche und geistige Schmerzen, welche sich nur durch eine gehörige Portion Hochprozentigem effektiv bekämpfen lassen.
Based on True Events…so beginnt der *hust* Film. Ich bin auch vollends davon überzeugt, dass sich alles irgendwie so abgespielt haben muss…NICHT! Die *hust* Story ist schnell erzählt: Alices Mutter wurde vor 20 Jahren, an ihrem 21. Geburtstag, beim Begutachten einer neuen Bleibe ermordet, der Mörder nie gefasst. ZEITSPRUNG. Alice wird am Samstag 21. Aus diesem Grund wollen ihre grenzdebilen Collegeschwestern eine Geburtstagsparty mit dem Motto „Alice im Wunderland“ veranstalten, natürlich in genau dem Haus, in dem damals ihre Mutter ermordet wurde. (Und das alles ohne Jungs, was spätestens jetzt den einzigen Grund, warum man den Schund noch weiter schauen sollte zunichtemacht – und tatsächlich zieht in dem ganzen Film nicht eine von den Tussen blank ( EPIC FAIL!) Was nun folgt, sind mehr speiübelbockschlechtichmussbrechen als schlecht gemachte, nicht mal der Amateurfilmszene zumutbare, Mordszenen und eine dermaßen banale Auflösung, sowie das wohl schlechteste Ende mit der schlechtesten schauspielerischen Leistung ever! EVER!!!
Die Schauspieler sind allesamt einer Kindergartenaufführung unwürdig und ich meine das nicht im positiven Sinne! Die Musik, wenn man den Krach so nennen möchte, ist stets unpassend, ja sogar störend und viel zu laut. Das eine Set, sprich die Bruchbude, die immer vornehm als „Glass House“ bezeichnet wird, sieht aus, als hätte man verbockte Vorführräume von Ikea, Roller, Bauhaus und Konsorten irgendwie zusammengestellt und mit ein paar Brettern befestigt. Der „Junkyard“ neben dem „Glass House“, sieht aus wie eine heruntergekommene Seitenstraße in einem heruntergekommenen Industriegebiet in einer Stadt tief im Osten.
Das Geilste aber ist das Skript. Ich glaube ja, es war gar keines vorhanden. Eher ein Gedanke, wie etwas aussehen und ablaufen soll, der Rest wurde durch Improvisieren gelöst.
Eine Szene will ich hier besonders hervorheben:
Alice und ihre beste Freundin haben gerade herausgefunden, wer der Mörder ist und suchen jetzt einen Weg aus dem Haus. Der Onkel der Freundin sagt es gäbe im Bad ein kleines Fenster, durch das man heraus kommen könnte (Alle anderen Fenster sind vergittert, AUSSER DEM EINEN FENSTER IM ERSTEN STOCK, VOR DEM AUCH NOCH ZUFÄLLIG EINE VÖLLIG INTAKTE LEITER STEHT) Im Bad angekommen haben wird als so ein nach oben aufschiebbares Fenster, durch das locker ein Preisboxer passen würde. Die beste Freundin (Size Zero!!!) schiebt also das Fenster auf und „zwängt“ sich zur Hälfte raus…jetzt ungefähr müsste die Crew gemerkt haben „Hoppla, die entkommen ja, schnell wir müssen was machen! Überlegt euch was!!!...und was dann passiert ist folgendes: Das Preisboxer-taugliche Fenster wurde wieder geschlossen und zwar so weit, dass es die Freundin einklemmt, sodass sie „stuck“ ist. Lustiger weise kommt keine der beiden Schrullen auf die Idee, das SCHIEBEFENSTER einfach nach oben wieder zu öffnen. Ging davor ja auch net…
Ansonsten gibt es noch Blutungen aus Wunden (wenn überhaupt vorhanden), die locker 10cm unter der eigentlichen Machetentrefferzone liegen, sowie eine strunzblöde Tusse (die Damenwelt möge mich entschuldigen), die vom Killer mittels Superkleber an eine Klobrille geklebt wird und eine „Falle“ für Alice, die ihr von der „bösen“ Tiffany gestellt wird…ein Backstein(!!!) an einer Schnur, der ihr beim Öffnen einer Tür auf den Kopf fallen soll, falls sie die unter Strom gesetzte Türklinke überlebt. KLAR! LOGISCH! Macht doch jeder! Is doch nur Spaß. Sind ja Freundinnen!
Wer jetzt noch nicht genug hat, der begehe bitte nicht denselben Fehler wie ich und lasse sich vom Cover täuschen, sondern schaue sich lieber den Trailer für den Film an. Wer dies nicht tut, beschwere sich nicht über starke Kopfschmerzen, denn die werden mit Sicherheit kommen, da es jede Menge Kopf-Tisch-Momente in diesem Film gibt.