Review
von Leimbacher-Mario
Tatsächlich... Ich mach die Biege!
„Prom“ (nicht zu verwechseln mit dem neuen „The Prom“ auf Netflix) handelt von - ihr habt’s erraten - dem Abschlussball an einer amerikanischen Highschool. Doch anstatt sich auf die Nacht und vielleicht eine Handvoll an Figuren zu konzentrieren, wird diese Anzahl locker verdoppelt und die meiste Zeit mit den trockenen Vorbereitungen zu dem großen Abend verplempert...
Ich habe keine Abneigung gegen Highschoolfilme, ganz im Gegenteil. Am ehesten mag ich zwar solche etwas spritzigeren aus den 80ern, aber ein „netter“ Abschlussball z.B. von „Carrie“ über „Back To The Future“ bis „Sing Street“ geht eigentlich immer. „Prom“ lässt aber unendlich viel Potenzial liegen, weil er das eigentliche Event maximal als Anhängsel benutzt und auch vorher alles schon extrem safe und blass herunterspielt. Die meisten Figuren sind nett. Die meisten Enden sind nett. Die meisten Songs sind nett. Die meisten „Spannungsbögen“ sind nichtmal das. Alles wirkt extrem „by the Numbers“, von jedem berechenbar, ohne jegliche Überraschungen oder Inspiration. Da bringen einen hübsche Gesichter und vielversprechende Jung-/Disneystars auch nicht mehr allzu weit nach vorne. Das tut keinem weh und mag die Zielgruppe zufriedenstellen. Aber für den Rest ist das näher an vertaner Zeit als an einer guten Investition. Dezentester und unbedeutendster Disneydurchschnitt. Wenn überhaupt. Feel-Good-Eintopf für niedrigste Ansprüche und ganz leere Sonntage.
Fazit: viele Figuren, viel Käse, viel Vorbereitung, viel Sicherheit, viel Leerlauf, viele Pärchen, viele Klischees - vielleicht zu viel von all dem. Und dennoch hat „Prom“ seine Momente, die Jugendliche und Disneyfans ansprechen sollten. Insgesamt aber leider nur so kreativ und kurvig wie sein Titel... Ziemlich vanilla.