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FBI-Agentin Jodie Foster wird von ihrem Chef Scott Glenn beauftragt den Serienkiller Anthony Hokins aufzusuchen und mit dessen Hilfe den Killer Ted Levine zu fassen, der die Tochter einer Senatorin entführt hat und vermutlich töten wird.
Die Story ist brilliant. Die Verhältnisse der einzelnen Figuren sind gut und vielschichtig konstruiert und können den Zuschauer schnell fesseln. Es gibt einige ungeahnte Wendungen und Überraschungen, die den Film zu einem Meisterwerk machen.
Der Anfang ist subtil und läuft ein wenig langsam an, doch in dem Moment, in dem sich Hopkins und Foster das erste Mal Auge in Auge gegenüber stehen, zündet der Film und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Der Mittelteil ist spannend und das Verhältnis, oder mehr das Duell, der beiden Hauptpersonen rückt in den Vordergrund. Das Finale ist sehr spannend und bietet einige Wendungen, da Foster den Mörder jagd und Hopkins entkommen kann.
Das einzigartige am Film ist natürlich die hervorragende Charakterentwicklung. Hopkins, der den Mörder Hannibal spielt, ist sehr düster, aber auch hochintelligent, er ist ein Kannibale, aber auch kultiviert. Er scheint von Jodie Foster fasziniert zu sein, mag ihren Ehrgeiz und hilft ihr bei ihrer Jagd. Jodie Foster liefert sich ein starkes Duell mit Lecter, der ihr trotzdem immer voraus ist, schafft es aber ihm Informationen zun entlocken. Zum Ende hin scheint sie nicht einmal mehr Angst vor ihm zu haben und traut ihm einige wichtige Geheimnisse aus ihrem Leben an. Scott Glenn weiß, dass nur Hannibal den Fall lösen kann, weiß aber, dass er gegen ihn keine Chance haben würde, weswegen er Foster mit dem Fall beauftragt. Er enthält ihr absichtlich Informationen vor, damit Lecter sie nicht direkt durchschaut. Der im Film gesuchte Mörder Buffalo Bill ist mit sich selbst unzufrieden und ist laut Lecter eine kranke Person, die glaubt transsexuell zu sein. Deswegen schneidet er üppigen Frauen die Haut von ihrem Körper, um daraus ein Kleid für sich zu schneidern. Auf seine Psyche wird sehr genau eingegangen.
Der Film schafft es hervorragend eine Atmosphäre der Angst zu kreieren. Die subtile aber starke Filmmusik trägt hervorragend dazu bei. Aber vor allem die Kulisse ist sehr stark gelungen. Das Gefängnis, oder mehr der Kerker, in dem Hopkins gefangen ist, vermittelt eine Atmosphäre der Angst. Dazu kommt noch der finstere Aufenthaltsort des Killers und seiner Entführten.
Anthony Hopkins spielt hervorragend. Sein Oscar ist auf jeden Fall gerechtfertigt, ich würde diese Darstellung ohne weiteres als eine der mit Abstand besten aller Zeiten bezeichnen. Er ist von Anfang an düster und elegant, Hopkins ist die absolute Topbesetzung für diese Rolle. Jodie Foster ist fast genauso gut, sie verkörpert die mutige und furchtlose FBI-Agentin sehr stark und rechtfertigt ebenfalls ihren Oscar. Ted Levine spielt den Serienkiller gut und furchteinflössend, Scott Glenn kann mit den anderen Darstellern ohne weiteres mithalten.
10 Jahre nach dem "Schweigen der Lämmer" kam die schwächere Fortsetzung Hannibal, bei der sowohl Regisseur Jonathan Demme, als auch Jodie Foster nicht mehr beteiligt waren, sie wurden durch Regisseur Ridley Scott und Julianne Moore ersetzt. Auch das Prequel (bzw. die Neuverfilmung von Manhunter/ Blutmond) roter Drache kam nicht an das Original heran, toppte aber den schwachen Hannibal. Mit Hannibal rising gelang es 2007 dann endgültig, die Reihe in den Dreck zu ziehen.
Zusammenfassend ist "das Schweigen der Lämmer" ein starker Psycho-Thriller mit sehr guten Darstellern, einer gelungenen und angsterfüllten Atmosphäre, der durch unerwartete Wendungen und seine vielschichtige Charakterentwicklung den Zuschauer fesseln kann.

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