Das Schweigen der Lämmer unterhält mit psychologisch tiefgehenden Dialogen zwischen einer angehenden FBI-Agentin und einem inhaftierten Serienkiller. Jene Dialoge sollen zur Aufdeckung eines aktuellen Falls beitragen und entwickeln dabei für die FBI-Agentin schwer tragbare Ausmaße.
Basierend auf dem Buch sticht der Film durch den Einsatz toller symbolischer Mittel tief in die Würde des Menschen. Schon die "sprechenden Namen" manifestieren dies: "Starling" = der unschuldige Vogel vom Land; "Hannibal Lecter" = der belesene Angreifer gegen Rom:
Überlegene Intelligenz gepaart mit kannibalischem Tötungsdrang gegen die oder mit der (?) Unschuld vom Lande die an die wahre Gerechtigkeit glaubt.
Düstere Atmosphäre und düstere Gedanken kontra Licht und Jungfräulichkeit.
Ein Film der sicher zu einem großen Teil von Anthony Hopkins lebt, welcher alleine mit seinen Augen Gedanken einfängt und verborgene Emotionen erkennt. Jeder Satz seines Ursprungs ist genauestens kalkuliert und grammatikalisch wie auch vom Vokabular mehr als geschriebene Sprache.
Demgegenüber steht auch eine sehr eindrucksvolle Jodie Foster, die Ihre Rolle ebenfalls mehr als überzeugend dem Publikum vorstellt. Ihre unsicheren Sätze gewogen in stellenweise starken Mut ergänzen sich hervorragend zu Lecters literarischen Gedanken.
Exzellenter Psychothriller mit symbolischer Mannigfaltigkeit plus anmutende Darstellerkunst.