Kansas, 1899: ein Sturm katapultiert die kleine Dorothy Gale mitsamt ihrem Haus in das Zauberreich von Oz, wo sie bei der Landung unbeabsichtigt die böse Hexe des Ostens platt macht. Damit zieht Dorothy den Zorn ihrer Schwester, der bösen Hexe des Westens, auf sich, die nach der Herrschaft über Oz trachtet.
Also die Sinnhaftigkeit mancher Remakes erschließt sich mir nicht immer. Ich denke die meisten kenn die einfache, nichtsdestotrotz brillante, Version der Geschichte von 1939, wo es einfach Laune machte den Abenteuern von Dorothy, dem Zinnmann, der Vogelscheuche und des Löwen beizuwohnen, dessen entwaffnende Naivität dem Zuschauer ein einfaches aber effektives Filmvergnügen schaffte.
Heutzutage dreht man natürlich anders. Da wird der Großteil der Geschichte, nach einem netten Fantasy Intro (schließlich sind ja zwei darsteller aus Herr der Ringe mit dabei) ins moderne New York verlegt, wo die Kinderbuchautorin Dorothy erstmal das Landei spielen darf, um anschließend von einer Verlegerin und deren Komplizenschaft übers Ohr gehaut werden soll. Im Hintergrund lauert dabei stets die böse Hexe, die einen Schlüssel benötigt um die Macht eines magischen Buches zu entfachen. Allerdings ist der Schlüssel auf die vier Protagonisten verteilt und diese müssen sich erstmal vereinen.
In dieser TV-Variante dauert es allerdings erst mal Ewigkeiten, bis sich Löwe, Scheuche und Blechmann erstmal finden, denn bis dato wußten sie gar nichts von dieser Zweitexistenz. Die Anlaufphase dauert viel zu lang, wird unnötig durch eine Love Story und zwei idiotische Elfen aufgeblasen. Die Originalversion dauert sogar 160 Minuten und wurde hier schon auf etwa 100 Minuten fürs Fernsehen gekürzt. Ich hab auf jeden Fall die gekappten 60 Minuten nicht wirklich vermißt. Ein insgesamt eher uninteressanter Beitrag zum Oz Universum.
4/10