Man nennt mich Ford Fairlane, der Rock 'n' Roll Detective. Ich komme in die schärfsten Clubs, in die schärfsten Garderoben und in die schärfsten Mädchen. Zugegeben theoretisch klingt das ziemlich reizvoll, aber warum wünsche ich mir die Musikindustrie und der Rest der Welt würde mich mal am Arsch lecken Sportsfreunde. Ich sage euch warum, vor fünf Nächten fing der ganze Ärger an...
Mit dieser kleinen Einleitung führte Regisseur Renny Harlin (Stirb Langsam 2, Die Piratenbraut) die vielleicht coolste und von sich überzeugteste Filmfigur aller Zeiten ein, die Rede ist von Ford Fairlane welcher von niemand anderes als von Andrew Dice Clay gespielt wird. Ein Mann der in den US-Comedyclubs der 80er Jahre immer wieder für jede Menge Ärger und Schlägerein gesorgt hat. Die Zensur war stehts sein Begleiter, doch sein Mundwerk konnte niemand bremsen und seine Shows waren schon in kürzester Zeit ausverkauft. Als ende der 80er Jahre die Rechte der Kurzgeschichten von Rex Rainer an 20th Century Fox verkauft wurden sind, war für diese klar dass nur ein Mann für den machohaften und stark sexistischen Privatdetektiv in Frage kommt. Andrew Dice Clay mag zwar von der Denkweise her in den 50igern stehen geblieben zu sein, doch er wusste ganz genau was er will und baute sein Showprogramm mit in den Film ein. Dadurch hauchte er der Filmfigur seine eigene Note ein und über die Jahre hinweg entwickelte sich der Streifen zu einem Kultfilm.
Im Film selber geht es darum, dass Ford Fairlane (Andrew Dice Clay) von seinem ehemaligen Freund Johnny Crunch (Gilbert Godfried) den Auftrag bekommt seine Tochter Zuzu Paddels zu finden und nach Hause zu bringen. Aus Geldnot nimmt er den Job an und macht sich sofort an die Arbeit, doch leider bleibt die Zahlung erstmal aus, da Crunch wenige Minuten nach seinem Treffen im Tonstudio gebruzelt wird. Am Tatort angekommen findet er zwei Sachen eine ausgeschnittene Notiz im Form einer CD welche mit dem Namen Art Mooney gekennzeichnet ist und den nervigen Lt. Amos (Ed O'Neil) der eine persönliche Abneigegung gegen Ford pflegt, da dieser nicht nur seine Karriere versaut hat, sondern der Polizei immer um Tausend Schritte vorraus ist. Nach einem schrillen Wortgefecht mit diesem macht sich Ford auch schon schnell vom Acker und kriegt einige Stunden später Besuch von der Millionärin Colleen Suttons (Priscilla Presley). Diese erteilt Ford den Auftrag ihre Tochter zu finden, als sie den Namen Zuzu Paddels sagte, wusste er das an diesem Fall mehr dran sein musste. Immer mehr rutscht Ford Fairlane in einen Fall hinein, der sich mit dem angeblichen Tod eines Rockstars überschneidet. Gemeinsam mit seinem Team, nimmt er sich der Sache an.
"Ford Fairlane - Rock 'n' Roll Detective" ist ein Kind der 80er Jahre und daran kann auch nicht einmal das Erscheinungsjahr von 1990 etwas ändern. Egal ob es hier um den Erzählstil geht, die Musik oder auch die Inszenierung, alles wurde hier an die 80er Jahre angelehnt. Hauptdarsteller Andrew Dice Clay schlägt sich hier als Obermacho durch eine Actionkomödie welche nicht nur die Musikbranche verarscht, sondern auch das gute alte Detektiv-Genre wieder aufleben lässt. Bewaffnet mit einer großen Klappe, seinen Scharfsinn und etwas Pomade nimmt er es mit den Bad Guys auf. Der Film ist in einem Wort zu beschreiben "Unbelieveable" (Andre Dice Clay - Yellow) und damit zitiere ich gleich mal den Hauptdarsteller, der hier nicht nur sein eigenes Bühnenprogramm mit einbezieht, sondern auch gleichzeitig ein Teil des Soundtracks beisteuert.
Der Streifen besitzt eine unglaubliche Anziehungskraft für Leute, die selber einen riesen Musik/Filmgeschmack der 80er Jahre haben. Allein wenn ich an die ganzen Film-und Musikstars denke welche sich in diesem Film selber spielen, dann kommen mir Freudentränen in die Augen. Auch die Sprüche unserer Filmfigur sind ziemlich derbe ausgefallen und deshalb sollte man schon ein Typ alter Schule sein und nicht die ganze Zeit mit einem Schild mit der Aufschrift "Ich bin Feminist" herumlaufen. Kurz und knapp: Ford Fairlane ist einer der besten Komödien aller Zeiten, der eigentlich nur ein Ziel hat und zwar den Zuschauer soviele Gags wie möglich abzuliefern, ohne aber dabei in Slapstickschiene abzurutschen. Die Witze sind aber nicht jedermanns Geschmack, da diese teilweise schon bitterböse sind, aber nicht wirklich ernstzunehmen. Wer mit solchen Filmen ein Probem hat, der soll weiterhin sein Schild in die Luft halten und den Rest seiner Eier an der Kinokasse abgeben.
Lieblingsfilm und aus diesem Grund
5 von 5