"Alice im Wunderland" nur in Videospielclipformat und aufgepumpt mit CGI - Gedöns, so kann man Zack Snyders neustes Werk bezeichnen. Aus dem als Wunderkind bezeichneten Regisseur ist allerdings nix mehr geworden, als ein Fluch anstatt eines Segens. "Sucker Punch" ist ein Film an dem sich die Geister scheiden werden und der in USA schon nach wenigen Tagen absoff und sicherlich aufgrund seiner Machart nicht allzu viele Leute ins Kino locken wird. Hier geht Style über Substanz und einmal mehr merkt man das viele Kinogänger dieser aufgepumpten Orgien aus Bits & Bytes überdrüssig geworden sind. Die Story ist schnell erzählt und will gleich mehrere Bewusstseinsebenen ansprechen, allerdings braucht man hier keinen Storyoverkill oder Mindfuck a la "Inception" oder "Videodrome" erwarten. Vielmehr ist es ein fleischgewordenes Computerspiel in dem Baby Doll und 4 andere Mädels aus einem total behinderten Sanatorium flüchten wollen, sich dazu aber in einer absurde PS3 - Welt flüchten, in denen sie gegen Roboter (ähm Mechs), Drachen, Zombienazis, Samurais und Orks??? kämpfen müssen. Nach einer Weile hat der Zuschauer auch mit etwas zu kämpfen, der inneren Unruhe bzw. abartiger Langweilie. Snyder ist als Visualist ein Genie, allerdings scheitert diesmal sein Storytelling schon bei dem allgemeinen Konstrukt und den Dialogen. Somit ist der Film, der zwischen übertriebenen FX - Szenarien und Ödnis in Reinform hin und her schwankt. Daher kann ich vom Kinobesuch zu 110% abraten, auch wenn ich solchen Unfug wie "300" mochte.
Fazit: Dröhnendes Larifari mit Pseudo - Story, das einen schnell
anbiedert, ob seine vorhandenen FX - Power!!!!