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Baby Doll wird nach dem Tod der Mutter und Schwester von ihrem Stiefvater in eine Nervenheilanstalt gebracht um dort lobotomiert zu werden. Exakt in dem Augenblick der Lobotomierung findet ein Handlungswechsel statt in welchem ein Bordell gezeigt wird wo Sweet Pea mit einer Perücke ein Unterhaltungsstück darstellen soll. Babydoll ist nun auf einmal eine Prostituierte welche in 5 Tagen ihre Jungfräulichkeit verlieren soll. Sie schmiedet mit 4 anderen Prostituierten einen FLuchtplan. Dafür benötigt Sie eine Karte, ein Feuerzeug, ein Messer und einen Schlüssel. Um an diese Gegenstände zu gelangen führt sie Tänze auf. Diese Tänze werden durch extrem ausgefallene Actionsequenzen in Traumwelten dargestellt. Wird die Flucht gelingen...

Sucker Punch ist kein Rohrkrepierer, allerdings auch nicht der erhoffte große Wurf von Zack Snyder. Das liegt an genau zwei Dingen. Zum einen nimmt der Film sich in den nicht-Tanz- bzw. Fantasysequenzen viel zu ernst und versucht auf der Dramatikschiene zu fahren was Snyder leider nur selten gelingt. Dafür sind die Actionszenen so dermassen überzogen und nehmen sich überhaupt nicht ernst so das es im gesamten gegenseitig ein wenig aneckt. Zum anderen kommt kaum Spannung bzw. Emotion ins Spiel. Abgsehen von Baby Doll baut man quasi keinen Bezug zu den Figuren auf. Ob also jemand ins Gras beist von den Nebenfiguren oder nicht bleibt völlig belanglos.

Kommen wir zum positiven des Films. Wenn Zack Snyder etwas drauf hat, dann ist das Bildgewalt und davon bekommt man in Sucker Punch reichlich geboten. Die Actionsequenzen sind extrem, völlig überdreht und wuchtig. Es macht schon Spaß sich die Mädels bis an die Zähne bewaffnet anzuschauen wie sie ganze Herrscharen auseinander nehmen oder Babydoll gegen 3 riesige, asiatische Fabelwesen mit Megawummen zur Sache kommt das kein Stein auf dem anderen stehen bleibt. Der Film ist im gesamten in recht stimmigen Bildern gehalten. Die mittlerweile leider zur Mode gekommene Wackelkamera spart sich Snyder zum Glück komplett. Eher im Gegenteil, er nutzt recht viele Zeitlupeneffekte und auch die ein oder andere Totale. Ebenfalls hat mir der sehr passende Soundtrack gefallen. Eine Mixtur aus Björk, Queen, Skunk Anansie usw.

Was bleibt ist ein Film der für Fans von viel CGI Bildgewalt und ordentlich Krawumms durchaus geeignet ist. Etwas mehr Tiefe und Charakterzeichnung, ein bisschen weniger Ernsthaftigkeit hätte dem Film gut getan. So gehen ein paar Punkte bei der Bewertung verloren und ich gebe ihm eine gesunde

7/10

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