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Horrorfilme made in Germany sind ja eher rar gesäht. Meist beschränken sich deutsche Filme auf RomComs oder ab und an auch mal einen Thriller. Mit "Urban Explorer" zeigt Regiesseur Andy Fetscher das man doch auch mal mehr Augenmerk auf den Horrorfilm legen sollten.

Marie (Catherine de Lean), Juna (Brenda Koo), Denis (Nick Eversman) und Lucia (Nathalie Kelley) sind Touristen, die gerade Urlaub in Berlin machen. Doch anstatt sich die normalen Sehenswürdigkeiten anzusehen, dürsten sie eher nach dem Abenteuer. So treffen sie sich mit Dante ( Max Riemelt) der die illustre Truppe auf eine Tour der ganz anderen Art mitnimmt. Dante leitet nähmlich Trips für Urban Explorer. Und so geht es auf in den Untergrund Berlins um dort auf die Suche nach Nazi Bunkern zu gehen. Doch neben Bunkern, Nazimalereien, Aalen und Käfern wartet in diesen Bunkern noch etwas ganz anderes...

Bevor "Urban Explorer" auf diversen Festivals gezeigt wurde, gab es schon einiges an Furore vor dem Streifen. Teilweise an illegalen Schauplätzen gedreht, gab es schon genug Gesprächsstoff vor dem Streifen. Auch die Tatsache das es sich hier um eine deutschen Horrorfilm handelt wurde positiv aufgenommen.

Der Hauptreizpunkt des Films ist sicherlich die Location. So erzeugen die dunklen Tunnel unter Berlin eine wohlig schaurige Atmosphäre, die zwar nicht ganz an die eines "The Descent" heranreicht aber ihren Zweck voll und ganz erfüllt. Dazu passend auch die Witzlose und stets ernste Inszenierung des ganzen. Auf Witzeleien wird verzichtet und man merkt den Darstellern ihre Erfurcht vor den Gängen und Tunneln an.
Zudem ist positiv anzumerken, das der Film im Originalton spielt und die Protagonisten nicht mit Synchronstimmen versehen worden. Hier ist Englisch die Hauptsprache und wird untertitelt dargeboten.

So steigt die Spannung stetig bis der Film dann ins vollends in Horrorgenre geht. Hier werden dann anständige Splattereffekte geboten, bei welchen der Bogen aber nie überspannt wird. Ein paar mehr Opfer hätten es aber ruhig sein können.

Darstellerisch gibts keinen Grund zu meckern. Die Reisegruppe spielt recht solide auf und verfallen zum Glück nicht in Stereotypische Rollen.
Klaus Stigelmeier hebt sich dann jedoch nochmal von der Gruppe ab. Seine Darstellung ist mit Abstand die beste.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Horrorsteifen, der zwar nicht an die ganz großen des Genres heranreicht, aber aufjedenfall einen Blick wert ist. Düster, spannend, gut gespielt und das alles made in Germany.
7 Punkte

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