New Jersey: Nachdem sie ihren Job als Unterwäsche-Verkäuferin bei Macy's verloren hat, heuert die junge Stephanie Plum, um ihre Miete zahlen zu können, in der Firma ihres Cousins Vinnie als Kautionsjägerin an. Ihr erster Auftrag ist es, den wegen Mordes an einem Drogendealer gesuchten Cop Joe Morelli einzukassieren, für den dann auch eine Prämie in Höhe von 50.000 Dollar winkt. Doppelt süß wird die Sache für Stephanie, da es sich bei Joe um ihren alten Boyfriend aus Schulzeiten handelt, von dem sie einst entjungfert und anschließend sitzengelassen wurde und bei dem sie sich nun für diese Schmach angemessen revanchieren kann. Es dauert dann auch nicht lange, bis sie den Gesuchten aufgestöbert hat, der auf der Suche nach der verschwundenen Prostituierten Carmen ist, die als Augenzeugin seine Unschuld bestätigen könnte. Während ihre anschließenden Versuche, Joe in eine Falle zu locken, immer wieder fehlschlagen, erregt Stephanie mit ihrer Schnüffelei flott die Aufmerksamkeit der wahren Täter und bringt sich zunehmend selbst in die Bredouille... Schon komisch: Da ist Katherine Heigl öffentlich ganz schön über Judd Apatows 2006er-Comedy "Beim ersten Mal" (übrigens der einzige ihrer Filme, den die Leute wirklich mochten!) vom Leder gezogen, aber als Produzentin hat sie sich dann im Anschluss selbst doch ausschließlich unbedeutende Star-Vehikel hingedeichselt, die sie allesamt so richtig schlecht haben aussehen lassen. Auch die 2012er-Krimi-Komödie "Einmal ist keinmal" - übrigens eine Verfilmung des ersten Romans einer mittlerweile über 30 Bände umfassenden Reihe rund um die Hauptfigur Stephanie Plum, an der Hollywood fast zwei Jahrzehnte rumgewerkelt hat - macht da als nur allzu offensichtliche "Midnight Run"-Variation für die Hausfrauen-Crowd wirklich keine Ausnahme... und das ist von meiner Seite nicht mal despektierlich gemeint, denn Janet Evanovich, die Autorin der Vorlage, nennt den besagten Robert De Niro-Streifen ganz freimütig als Inspiration für ihr eigenes Werk! Nun ja, da sich die Bücher seit über drei Jahrzehnten gut verkaufen, gehe ich mal davon aus, dass jene etwas bessere Unterhaltung liefern als das vorliegende, mega-seichte Filmchen, das da in jeder nur denkbaren Beziehung so einiges zu wünschen übrig lässt: Da stimmen weder Witz noch Spannung, die dürftige Kriminal-Plotte ist schlichtweg nur uninteressante Makulatur und das geringe Maß an hemdsärmeliger Action entlockt einem lediglich ein müdes Gähnen... und angesichts der Story-Details möchte man sich da wirklich nur noch an den Kopf langen, oder ist es in den USA etwa normal, dass Zivilisten ohne Waffenschein 'ne Knarre zugesteckt bekommen und auf Ganovenjagd geschickt werden? Die Inszenierung durch TV-Regisseurin Julie Anne Robinson, der zuvor bereits mit ihrer Nicholas Sparks-Adaption "Mit Dir an meiner Seite" der Sprung ins Kino nicht wirklich geglückt ist, ist dann auch bestenfalls noch als "bemüht" zu bezeichnen, kommt ohne besondere Einfalle aber doch nur Flimmerkisten-tauglich daher und wirkt auf der großen Leinwand fehl am Platz. Am schlimmsten ist da aber Heigl selbst, die außer ihrem guten Aussehen nichts einbringt und ihre Kopfgeldjäger-Protagonistin weitestgehend nervig, ohne jeden Funken Charme und dann auch noch ganz schön unfähig darstellt... was diese ja bestimmt nicht verdient hat, denn eigentlich gibt es doch keinen Grund, warum eine Stephanie Plum als weibliches Pendant zu beispielsweise einem Jack Reacher in Film- oder Serien-Form nicht ebenso funktionieren sollte, oder? Fazit: "Einmal ist keinmal" ist so langweilig und doof, dass hier keinmal ansehen genügt...
3/10