Scream 4
1996 ging ein Schrei durch das Horrorgenre. Wes Craven (Nightmare on Elm-Street) kreierte einen Film den viele als eine Neuerfindung des Horrorgenres sehen. Ich sehe das etwas anders, ich sehe es mehr als eine Neubelebung des Genres, aber Scream 1 soll in diesem Review ja nicht das Hauptthema darstellen. Doch da der Film sehr erfolgreich war und bei den Fans des Slasher Films und des Horrorfilms sehr gut angekommen ist folgten 1997 mit Scream 2 und im Jahr 2000 mit Scream 3 Zwei Fortsetzungen und es entstand eine Trilogie. Obwohl Wes Craven ja immer sagt das schon beim Dreh des ersten Teils fest gestanden haben soll das es ein Dreiteiler werden wird. Aber genug zur Vorgeschichte kommen wir nun zum aktuellen vierten Teil.
Wir schreiben das Jahr 2011 und nach satten Zehn Jahren sind Wes Craven und der begnadete Drehbuchautor Kevin Williamson (Ich weiß was du letzten Sommer getan hast, Scream) zurück. Nachdem Williamson schon das Drehbuch zu dem hervorragendem ersten Teil ablieferte und auch zu Teil Zwei hat er auch bei Teil Vier das Heft wieder in die Hand genommen was dem Film nur gut tun konnte. Und so ist es auch, Scream 4 trumpft mit alten Qualitäten und alter Starbesetzung erneut auf. Wie schon angesprochen hatte Wes Craven wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen und Williamson das Drehbuch geschrieben und auch die alten Hauptdarsteller sind wieder allesamt mit an Bord. Neve Campbell die nach dem dritten Teil sagte das sie die Rolle der Sidney nie wieder spielen würde hat sich nun doch dazu hinreißen lassen wieder mit dabei zu sein. Auch David Arquette und Courteney Cox sind wieder mit von der Partie. In den Nebenrollen sieht man auch den einen oder anderen bekannten Schauspieler oder Schauspielerin. Unter anderem sind Emma Roberts (Twelve), Hayden Panettiere (Heros) und Anthony Anderson (Transformers, Born 2 Die)in den Nebenrollen zu bestaunen.
Scream 4 ist ein guter Film und kann jeden Scream Fan auf der gesamten Linie überzeugen, meiner Meinung nach. Die Opening Szene ist sehr gelungen und ist wie schon bei seinen Drei Vorgängern ein kleiner Höhepunkt des Films, obwohl der Auftakt in Scream 4 etwas anders ausfällt als man es vielleicht erwartet. Der Film ist auch sehr dunkel gehalten und spielt meist Abends und bei Nacht, mehr als die ersten Drei Teile, so kam es mir jeden falls vor. So baut der Film gute Spannung auf und man ist gespannt was als nächstes passiert. Da der Film praktisch wie ein Reboot zum ersten Teil fungiert, versucht man ihn auch gleich mit dem ersten Teil zu vergleichen und sucht nach Parallelen, die durchaus vorhanden sind, dennoch ist Scream 4 ein eigener Film der nichts kopiert und wenn ja dann ist es so gewollt und es dient auch der Handlung des Films.
Scream 4 ist mit Abstand auch der blutigste Teil der Reihe, doch sollte man jetzt auch kein Gore-Fest erwarten, der Film baut seine Gore-Effekte gut und ausreichend ein, übertreibt es dabei aber nicht. Dazu kommt, dass der Film auch eine Menge an Witz mit sich führt. Das, wie ich sagen muss nicht immer gut ist. In manchen Momenten ist es einfach unpassend eingesetzt und zerstört die Spannung und die Atmosphäre. Natürlich werden auch in Scream 4 wieder Regeln erklärt und wie das Poster des Films schon sagt „New Decade. New Rules“. Was die jungen Leute an neuen Regeln aufzählen ist auch alles plausibel, nur eine Regel will mir da nicht so in den Kopf gehen, ist aber auch egal. Die Schauspieler machen ihre Sache alle samt gut und überzeugen, da kann man also auch nichts kritisieren.
Fazit:
Scream 4 überzeugt auf der gesamten Linie und ist ein würdiger Teil der nun Horrorreihe oder Serie. Mit einer guten Story, die auch mehr oder weniger an seine Vorgänger anschließt kann er seinen Zuschauern und Fans das bieten was sie aus den ersten Drei Teilen kennen und lieben gelernt haben. Für mich ist er nach dem ersten und zweiten Teil der beste der Reihe, vielleicht sogar um ein kleines Stück besser als der zweite. Über den dritten Teil lege ich mal den Mantel des Schweigens, da er mit Abstand der schlechteste ist. Scream 4 bietet schöne blutige Effekte, eine gute und vor allem Spannende Story die Lust auf mehr macht und wenn man Wes glauben darf folgen ja noch Teil Fünf und auch Teil Sechs. Die Leistung der Schauspieler ist gut und auch das Ende des Films hat es in sich. Also, Ghostface is back, in alter Form und Meuchelt erneut ein paar Jungendliche in alt bekannter Weise über den Haufen, Scream 4 ist für jeden Fan der Filme ein Must See und wird nicht enttäuschen.
Persönliche Wertung 8,5/10 Punkten