Scream 4
Mann oh mann, hatte ich im Mai 2011 Angst im Kino. Als ich die riesige Schlange am Kartenschalter sah, habe ich doch nicht mehr mit Jack Sparrow und seinen Mannen gerechnet. Ich beruhigte mich wieder, als ich im Saal saß und eine überschaubare Menge an Zuschauern zu Gesicht bekam, die einen klassischen und ironischen Horror Flick sehen wollten.
Was soll man zu Scream 4 sagen, eine Dekade nach dem sehr durchwachsenen Schnellschuss Scream 3(5/10), der deutlich machte, damit man nicht immer gut daran tut, derart schnell Fortzusetzen. Aber was Craven und die Drehbuchautoren hier auf die Leinwand zauberten hat mich regelrecht verzaubert.
Ein gesunder Teil der alten Besetzung, einige gut aufspielende Jungstars, viele düstere und brillant inszenierte Schock Sequenzen, witzige Film im Film im Film Teile mit einigen netten Gastauftritte und ein Zitaten Potpourri bei dem es jedem Filmfan ein derart breites lächeln auf s Gesicht zaubern dürfte, das sogar ein gewisser Tarantino begeistert sein dürfte. Alles im zeitgemäßen Web 2.0 Style und ohne T.o.r.t.u.r.e P.o.r.n artige Gewalt Ausbrüche. Auch das muntere Rätseln nach den Täter(n) ist sehr geschickt eingefädelt. Scream 4 legt viele falsche Fährten und hat sehr intelligent gelegte Wendungen zu bieten, sodass Saw und Konsorten verblassen.
Ich hätte gern noch einen Punkt auf die Wertung drauf gepackt, allerdings hätte man bei dem grandios aufgebauten Schlussakt einfach 5 oder 6 Minuten ehr aufhören sollen. Dann wäre es wohl eine der brillantesten und genialsten Schlusspointen der Horrorfilmgeschichte geworden und man wäre sich dem Satz treu geblieben…neues Jahrzehnt, neue Regeln. Trotzdem ist das Ende hier gut. Hoffentlich kommt nach dem Original(9/10), dem zweiten Teil(7/10), dem dritten Teil und dem tollen vierten Teil nicht zu schnell ein fünfter.
8/10