Kinders wie die Zeit vergeht!
Über zehn Jahre sind mittlerweile ins Land gegangen seitdem im Städtchen Woodsboro zum letzten Mal ein irrer Killer sein Unwesen trieb. Das kongeniale Duo Wes Craven (Regie) und Kevin Williamson (Drehbuch) hat sich aber gottlob wieder zusammen getan, um erneut einen messerschwingenden Maskenmann auf die Menschheit loszulassen.
Das Gute vorweg - alle liebgewonnenen Charaktere aus den Vorgängerfilmen sind wieder mit an Bord. Auch die sichtlich reifere und deutlich älter wirkende Neve Campbell darf als leidgeprüfte Sidney wieder um Ihr Leben rennen. Anspielungen auf das Horrorgenre (die Vorgängerfilme des gesamten Screamtrilogie mit eingeschlossen) gibt es ebenfalls wieder zu genüge. Leider hängt der vierte Teil zwischenzeitlich etwas durch, was aber sicherlich auch an dem Dilemma „alles schon mal gesehen“ liegen könnte. Zum Ende hin zieht „Scream 4“ aber an der Gewalt- und Spannungsschraube nochmals deutlich an und ein „Aha-Effekt“ jagt den nächsten.
Die Quintessenz der Scream-Reihe ist und bleibt jedoch neben dem „10 kleinen Negerlein Prinzip“ die Frage nach der Identität des mordenden „Ghostface“. Die Auflösung wird die meisten überraschen - bei mir jedenfalls fiel der „Who Dunnit Groschen“ erst relativ spät. Ohne zu viel verraten zu wollen – sobald sich dem Zuschauer das wahre Gesicht des Killers offenbart, kommt der mit Abstand gestörteste Charakter aller bisherigen Teile zum Vorschein und topt damit in Bezug auf Boshaftigkeit alle seine Vorgänger.
Fazit:
Besser und blutiger als Teil 2 und 3, das Original bleibt dennoch unerreicht.