Sidney kehrt 15 Jahre nach den Ereignissen ihrer schlimmen Vergangenheit nach Woodsboro zurück. Grund: Eine Werbetour ihres Buches, in welchem sie ihre Geschichte erzählt. Doch mit ihrer Rückkehr taucht ebenfalls ein unbekannter Killer auf, welcher wieder einige Leichen hinterlässt. Polizist Dewey und seine Frau Gale versuchen den Täter zu schnappen.
Scream war im Grunde ja als Trilogie geplant. Warum man allerdings 11 Jahre später noch einen späten Nachklapp auf den Weg geben mußte, kann man sich am ehesten noch als Geschenk an die vielen Fans oder als den Wunsch die Dollarkuh nochmal zu melken erklären. Wirklichen Sinn macht das ganze meiner Meinung nach nicht.
Der Beginn ist dabei noch am cleversten ausgefallen. Wir sehen einen Mord im Film, der wieder in einem anderen Film stattfindet, bis wir uns dann in Stab 7 wiederfinden, der ja der Film im Film seit Sream 2 ist. Metaebenen sind doch was schönes zum nachdenken.
Was mir allerdings zügig Teil 4 verleidet hat war mal wieder Gale Weathers, deren Figur mir eh schon seit Teil 1 als über Leichen gehende Klatschreporterin auf die Nerven ging (und auch hier verpaßt man ihr nur eine Schulterwunde, aber immerhin wird die blöde Ziege so aus einem Großteil der Handlung entfernt). Hier läuft sie mit einer gottgegebenen, manipulaitiven Arschigkeit durch ihre Lines das ich sie zumindest am liebsten in Grund und Boden geklatscht hätte. Wenigstens kennt man aber jetzt die bisher unbekannte Zimmergenossin von Meg Ryan im Botox-Ferienlager.
Das zentrale Dreigestirn ist immerhin wieder zusammengekommen und man entwickelt die Figuren sogar weiter. Dewey wurde inzwischen zum Sheriff befördert und ist seit 10 Jahren jetzt mit Gale verheiratet, die sich in Woodsboro ziemlich langweilt (erklärt wenigstens ihr enervierende Aktivitätsbedürfnis). Sidney hat ihre Erinnerungen an damals mittlerweile auch selbst in einem Buch verarbeitet, aber pünktlich zum Jahrestag kommen die alten Probleme bzw. Ghostface bzw. ein Trittbrettkiller (und ja man greift erneut auf die Doppeltätermethodik zurück) wieder zum Vorschein, der natürlich wieder Sid als Endgegner zum Ziel hat.
Man zeigt ab und zu noch die gewohnten Anspielungen auf moderne Horrorfilme wie Saw, Final Deastination oder Shaun of the Dead, auch die bekannte Selbstironie sorgt für einige heitere Momente, aber im Gegenzug sind auch einige Längen vorhanden, die man aus den Vorgängern nicht kannte. Zudem ist das neue dazugekommene Teeniematerial ein absolut dämlicher Haufen, dem wohl jeder Zuschauer ein blutiges Ende an den Hals wünscht. Ein Zitat lautete "die Masche ist endgültig zu Tode geritten" und ich bin geneigt dem zuzustimmen. Ein fünfter Teil muß echt nicht sein.
4/10