Es ist einfach nur anstrengend, diesen Film zu schauen. Aber zunächst, damit niemand denkt, ich finde alles schlecht: „Scream" war unterhaltsam, manchmal spannend, manchmal lustig, auf jeden Fall aber, wenn auch nicht auf die geistreiche Weise persiflierend, die ihm häufig zugesprochen wird, ohne Zweifel sehr unterhaltsam und nach OFDb-Maßstab eine sieben.
Teil zwei war dann war nicht mehr ganz so frisch, die Fragen nach Logik und Schlüssigkeit mußte man nach Liebhaber-Art generös unbeantwortet lassen (5 Punkte), und der dritte Teil war nicht mehr als ein unterdurchschnittlicher (wenn auch nicht beschissener) Aufguß (der noch drei Punkte verbuchen kann).
Und nun? Es gibt nicht wenige (zurecht) erfolgreiche Filme, deren Größe und zum Teil auch Großartigkeit einen halbherzig produzierten Nachfolger per se ins Qualitäts-Nirwana verbannen müssen, und genau so wirkt dieser Film: Wie eine B-Fortsetzung, mit allem was dazugehört, als da wären schwacher Plot, langweiliges Drehbuch und unpassende bzw. schlechte Schauspieler. Doch genau hier ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Fließband-Sequel: Zwar spielen alle Beteiligten ihre Rollen schlampig und unmotiviert runter, doch sind es die dieselben Akteure wie in den drei Vorgängern, und das macht diesen Film zu einem besonderen Ärgernis....
Wenn die Scream-Reihe weiterhin nach der Zweipunkte-Regel abbaut, wird der nächste Teil eine (leider immer noch nicht existierende) Minuspunktzahl erreichen. Allerdings bezweifle ich, daß sich nach dieser (absolut zurecht) mißlungenen Geldmacherei irgendeine der beteiligten Personen dafür hergibt.