Review

Attack The Block

Es scheint, als hätten außerirdische Invasionen derzeit ein wenig Hochkonjunktur im Kino. Nachdem schon in "Super 8" ein Alien auf der Erde wütete, durften sich zuletzt Cowboys in "Cowboys & Aliens" mit lästigen Besuchern aus dem All herumschlagen. Doch Cowboys, so helden-und machohaft sie auch sein mögen, sind nichts im Vergleich zu den Bewohnern eines heutigen Großstadtghettos in London. Die ziehen schon auch mal mit Samuraischwertern zu Felde, und dabei ist ihnen ihre eigene Minderjährigkeit noch das gleichgültigste. Mit einer solchen aufgeweckten, dauerkiffenden und Feuer(-werk) sprühenden Bande aus Cool-Kids haben es nun die Außerirdischen in "Attack The Block" zu tun - und diesmal wird man der albernen Grundprämisse, anders als eben bei "Cowboys & Aliens", auch tatsächlich gerecht. Von Anfang an wird nämlich klar, dass sich dieser Streifen hier kaum selbst ernst nimmt und einfach nur gut unterhalten möchte. Die besagte Teeniegang hat dabei schon einen großen Anteil: Wie bei "Super 8" ist es auch hier von Vorteil gewesen, alles aus deren Augen zu erzählen, ihr permanenter Schabernack und ihre überdrehten Reaktionen sind vielleicht nicht neu in der Geschichte des Films, machen aber nach wie vor gute Laune. Zudem weiß der Film ein hohes Tempo über die gesamte  (recht kurze) Laufzeit aufrechtzuerhalten und seine gelungene Inszenierung weiß das geringe Budget völlig vergessen zu machen - im Grunde zeigt sich dieses nur in der räumlichen Begrenzung des Geschehens und die zugegebenermaßen eher ulkigen Aliens, die mit "Gorilla-Wolf-Motherfuckers" schon ausreichend vom Film selbst beschrieben werden. Gekrönt wird das ganze auch noch von einem ausnahmsweise mal wirklich stylishen Soundtrack, weshalb insgesamt ein sehr kurzweiliger, unkomplizierter Spaß aus England vorliegt. "Attack The Block" ist "Super 8" in cool, blutig und lässig.

6/10

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