Review

" Wir gehn jetzt da raus und machen diese Motherfucker alle"


Die Jugendgang um den 15 jährigen Moses zieht des nächtens in einer wenig kuscheligen Ecke Londons die Krankenschwester Sam ab, als ohne Vorwarnung einige Meter neben ihnen ein kleiner Meteroit durch das Dach einer Familienkutsche rauscht. Diesem entspringt ein seltsames Wesen, welches sogleich von der Gang verhackstückt wird. 
Blöderweise haben seine Alienkumpels das auch mitgeschnitten und sinnen fortan auf Rache an den Mördern.

Ohne große Einführung gehts also direkt zur Sache, man verplempert keine Zeit mit langem Vorgeplänkel oder Charakterzeichnung. Tut dem Film auch nicht wirklich Abbruch, weil  sowohl die Gangmitglieder als auch die anderen Bewohner des titelgebenden (Wohn - ) Blocks so ziemlich jedes Klischee an diese Klientel bedient. Auch ist besagter Block die ziemlich einzige Location in der sich die Aliens austoben.
Diese haben im Übrigen mit Gorillas nicht nur die Größe, sondern auch die ( wenigen ) Bewegungsabläufe gemein. Ihr Angriffsverhalten - Anlauf und Sprung mit integriertem Kehlbiss - erinnert stark an aggressive Schäferwauwies.
Immerhin gerät die Animation nicht in peinliche CGI - Untiefen diverser Sharkproduktionen von Nu Image und Konsorten.
Dies ist auch den eher dunklen Lichtverhältnissen geschuldet, die aber dennoch genug erkennen lassen.

So schnetzeln sich die bösen Extraterrestrischen also durch die bunte Truppe Hausbewohner, wobei der Bodycount doch überschaubar bleibt.
Die vorwiegend jungen Darsteller machen dabei einen ganz ordentlichen Job, es gibt zumindest keinen Totalausfall zu vermelden und man gewinnt den Eindruck, die hatten allesamt viel Spaß beim Dreh.

Die Story ansich ist natürlich hanebüchen, es gibt einige brachiale Logiklöcher (die Aliens knallen in einer Art Schale ungebremst in die Londoner Botanik ohne beim Eintritt in die Atmo zu verglühen oder sich beim Aufprall sämtliche Gräten zu verbiegen) - aber egal, der Streifen nimmt sich ohnehin nicht ernst und erinnert in seiner Idee vage an die Raketenwürmer. Vereinzelt eingestreute humorige Szenen wirken dabei auch nicht erzwungen sondern recht fluffig. An dieser Stelle sei auch mal die deutsche Synchro lobend erwähnt, die wirklich sehr stimmig daherkommt.

Somit ist das Ganze im "Hirn aus Modus" ein kurzweiliger und leidlich spannender Alienschocker, der nicht den Fehler begeht mehr sein zu wollen als er letztlich ist. Dafür nutzt er das was er bieten kann sehr ordentlich.
Hat man zwar schon einige male besser gesehen, aber sehr oft auch schon viiiieeeeelll schlechter !

So um die 6 Punkte sind wohl ok. Glaub ich

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