kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 26.10.2012
“Attack The Block” verfolgt eine interessante, gleichwohl schwierige Prämisse: In einen Hauch von Indie-Touch gehüllt zeigt er eine Alien-Invasion, bei der sich ausgerechnet ein paar Ghetto-Kids zu Helden aufschwingen dürfen, die normalerweise eher – und zweifellos trägt auch dieser Film das zwischen den Zeilen immer noch mit – als Sinnbild einer verkommenden Gesellschaft herhalten müssen. Sympathischer als sonst sind die Dicke-Hose-Kiddies nicht, deswegen ist es verdammt schwierig, ihnen – ausgerechnet aus Verbundenheit zur Menschheit – zur Seite zu stehen, denn eigentlich macht es Spaß, dabei zuzusehen, wie sie von Aliens verfrühstückt werden, die ihrerseits eine Verschärfung der schwarzen Ghettokultur sind – tiefdüsterschwarze Kreaturen, die ihre Graffitti-Gebisse mit Stolz und Aggression tragen und deren Verletzlichkeit nur sichtbar wird, wenn man sie mal alleine erwischt. Von Seiten schwarzen Humors gibt es ein paar Volltreffer von „Shaun“-Qualität, insgesamt wankt der Ton aber eher unentschlossen zwischen Komödie, Drama, Genrefilm und zynischer Sozialstudie, so dass am Ende ein zwiespältiges Empfinden zurückbleibt.
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