EATERS oder Die Rückkehr des italienischen Billig-Zombiefilms!
Ich bin mit den schnell heruntergekurbelten Ekelstreifen aus Italien aufgewachsen.
Die 1980er-Jahre füllten nicht nur die Kinosäle sondern auch die Videotheken mit diesen mitunter „kreativen“ Horror-Machwerken.
Heute betrachtet, wirken einige dieser früher „kultisch verehrten“ Horror-Teile recht kostengünstig und schlicht inszeniert. Dennoch haben diese immer noch einen gewissen Nostalgie-Charme beim geneigten Fan.
EATERS beschwört den alten Schmuddel-Charakter der frühen Zombiefilme Marke Italian Style herauf.
Billig, schmierig, effekthaschend präsentiert sich der nahezu unbekannte Film und reiht sich mit diesen Adjektiven bestückt problemlos in die frühzeitliche Zombiefilm-Welle ein.
Natürlich wird EATERS niemals ein Klassiker des Genres werden. Dafür ist er zu unbedeutend.
Aber letztendlich hat man mit diesem Streifen diesen altbekannten reißerischen Inszenierungsstil wieder ausgegraben.
Die Großzahl an Effekten ist handgemacht und sieht richtig derb aus.
Leider gibt es auch einige überflüssige PC-Tricks (Mündungsfeuer und Explosionen), die gar nicht notwendig gewesen wären.
Ein herausragender Pluspunkt ist die düstere Endzeit-Atmosphäre, die in EATERS mit stimmungsvollen und unheilschwangeren Aufnahmen erzeugt wird.
Das ganze Szenario wirkt ein wenig „krank“ und nicht so glattgebügelt wie in ähnlich gelagerten amerikanischen Produktionen.
EATERS entpuppt sich als dreckiger, kleiner Zombiefilm, der deutlich den Geist einer fast vergessenen Filmära atmet.
Die negativen Kritiken kann ich nur teilweise nachvollziehen. Für das „alte Italo-Zombie-Feeling“ reicht der Film allemal.
Unterm Strich ist EATERS für mich ein klitzekleiner Burner, den ich mir vor 30 Jahren auch angeschaut hätte. Unter diesem Aspekt kann ich das Italo-Produkt auch empfehlen!