Review

„Cut“ ruft Kylie Minogue in der Rolle einer Filmregisseurin und nach wenigen Minuten verwandelt sich ihre Figur in Geschnetzeltes, - leider, denn die übrigen Darsteller sind bis auf Molly Ringwald genauso durchschnittlich unauffällig, wie der Slasher selbst.

„Hot blooded“ sollte der Film heißen und wurde nie beendet, seither spricht man von einem Fluch, der jeden den Tod bringt, der sich in irgendeiner Art mit dem Material beschäftigt.
Ein paar Jahre später ist das Studentin Raffy, Filmtochter von Minogue, aber gleich und so überzeugt sie eine Reihe von Kommilitonen, um den Streifen zu vollenden. Molly Ringwald war damals auch schon dabei und hat seinerzeit den Täter zur Strecke gebracht. Sie muß ja schließlich ihrem Trauma ins Auge blicken und gibt jetzt am Filmset die zickige Diva, mit ausdrücklichem Verlangen nach Tofu.

Dann fehlt also nur noch der Killer. „Scarman“, der stumme Mörder mit der Latexmaske, ist auch schon recht bald zur Stelle. In unregelmäßigen Abständen reduziert er die Filmcrew, vorzugsweise mit einer umgebauten Heckenschere. Daraus ergeben sich ein paar schön blutige Einstellungen, wie ein abgetrennter Kopf, dem sogar ein letzter besorgter Blick gewilligt wird. Große Überraschungen gibt es diesbezüglich nicht, aber der Blutgehalt geht in Ordnung.

- Spoiler-
Das Rätseln um den Killer erweist sich allerdings als nichtig, denn dieser ist ein gedankliches Hirngespinst, das aus dem Film entstanden ist und nur durch die Vernichtung der Filmbänder beseitigt werden kann. Der Typ mutet an wie Freddy Krügers Bruder und taucht beim Abschlussgag tatsächlich noch mal auf, obwohl die Bänder während des Showdowns verbrannten und mit der Kopie derselben offenbar niemand Probleme hatte…
- Ende Spoiler -

Spannend ist das Treiben nur leidlich, denn nach unzählbar vielen Slashern erfährt der Genrefreund hier kaum Unvorhergesehenes.
Die unvermeidbaren Logiklücken tauchen auch wieder in Hülle und Fülle auf: Einige Opfer werden erst gar nicht von den anderen vermisst, ein Typ überlebt ganz locker eine Pfeildurchbohrung durch den Hals und der Abschlussgag ist ein einziger Logikfehler.
Die Darsteller agieren nicht wirklich schlecht, doch leider viel zu unauffällig und auch das Gesicht der Hauptfigur hat man schnell wieder vergessen.
Gleiches gilt für den Film. Er unterhält durchgehend, bietet aber auch nichts Neues, sondern die übliche Kost, die dem Genrefreund an dieser Stelle nicht wehtut.
5 von 10 Punkten

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