Kill The Boss
"Kill The Boss" dürfte vielleicht ein Produkt im Fahrwasser solch erfolgreicher Komödien wie "Hangover" oder "Männertrip" sein, in denen einigen Herren komisches widerfährt. Der Titel ist jedenfalls Programm, wenn drei von ihren Vorgesetzten Gepeinigte beschließen, diese umzubringen. Eine nette Ausgangslage, die in ihrer Gänze auch ganz nett umgesetzt wird, wobei natürlich einige sehr gut gelaunte Schauspieler ihren Anteil daran haben. Allen voran Kevin Spacey, der eigentlich in jeder seiner Szenen wirlich jedem die Show zu stehlen weiß und in seinen besten Momenten eine bedrohlich-überlegene Aura wie zu besten "Sieben"-Zeiten an den Tag legt. Währenddessen nehmen sich Colin Farrel und Jennifer Aniston selbst nicht ernst und auf die Schippe, der Rest des Casts agiert ebenso solide, wobei Charlie Day eine Mischung aus "Hangover-Alan" und "Hangover-Stu" abgibt, sprich, er ist (ein kleiner) Freak und Panikmacher in Personalunion. Inhaltlich gibt es einige nette Gags und Zoten zu belachen, aber insgesamt will der Film nie so recht schwungvoll in die Gänge kommen, trotz der einen oder anderen Wendung in der Geschichte, welche, wenn man sie mal ausnahmsweise mal logisch nur etwas weiterdenken wollte, dann auch noch ziemlich hinken würde. Aber nun gut. "Kill The Boss" ist durchschnittliche Komödienkost, deren besten Momente, wie immer, bereits im Trailer verheizt wurden. Lohnt das Kinoticket nicht unbedingt.
5/10