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Chapeau für den stilistischen Eigenwillen und das künstlerisch gelungene visuelle Retrofeeling, darüber hinaus gibt es hier jedoch leider wenig Bemerkenswertes: Ein Selbsthilfeguru beobachtet und verhört in einer obskuren futuristischen Anstalt eine junge Frau, die möglicherweise über telepathische Fähigkeiten verfügt. Lange Schwarzweiß-Rückblende in die 60er-Jahre. Fluchtversuch. The End. Dialoge sind rar, Handlung oder Charaktere gibt es keine, das Ganze mutet an wie eine einzige Stilübung, Zitatekino von THX 1138 bis zum (ganz) frühen Cronenberg. Das sieht alles sehr cool und interessant aus, vermag aber im Vergleich zu ähnlich gelagerten Genrehommages wie AMER nicht zu packen, sondern langweilt sehr schnell. Das schleppende Inszenierungstempo, redundante Bilder und die fast zwei Stunden Laufzeit helfen da nicht gerade. Vermutlich muss man hierzu in der richtigen Stimmung sein. Oder vorher die richtigen Substanzen eingenommen haben.