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Dieser spanische Film möchte unbedingt amerikanischer als amerikanisch sein: englische Namen, reduzierte Farben und eine nervöse und hektische, weil somit hippe Kameraführung. Die Hauptfigur, eine dauerdepressive und blasse, der Gothic-Szene nahestehende Teenagerin gibt auch gleich die gesamte Stimmung vor. EMMA EVANS macht jetzt Nichts grundlegend verkehrt. Es ist nur so, dass es in den letzten Jahren bereits so viele Horrorstreifen rund um Exorzismus gegeben hat. Dabei war das Thema ja schon in den 70ern schwer angesagt. Das Reden in fremden Zungen, das Schreien und Fluchen, das Schweben, die Gebete, die Fesseln - das kennen wir alles schon zur Genüge. Es fehlen die eigenen Akzente. Und selbst die Wendung am Ende rund um die Rolle des Priesters ändert kaum noch etwas.