Ravenous - Friss oder Stirb
ein Kannibalenfilm?
Irgendwie nicht.
Bei dem Titel und den hier veröffentlichten Reviews könnte man vermuten, es handelt sich um einen Kannibalenfilm.
Doch irgendwie ist der Film nicht mal einwenig blutig, geschweige denn ein Kannibalenfilm. Nach einer halben Stunde war ich noch optimistisch, dass noch Effekte kommen. Aber im Endeffekt wartet man 93 Minuten vergeblich auf irgendeine Art von blutigem Effekt. Von Gore oder ähnlichem kann schon gar nicht die Rede sein. Ich habe bei diesem Machwerk genüßlich zwei Hotdogs gegessen, und sie haben mir gut geschmeckt. Selbst im Finale zwischen Pearce und Carlyle, in dem man hätte blutige Effekte einbauen können, bleiben sie aus.
Der Film ist indiziert. Warum? Ein eher unblutiger Film, wie z.B. Baby Blood, ist eine wahre Splatterorgie gegen diesen Film. Der Film ist sogar unblutiger als Last House on the Left (und das will was heißen, denn dem hätte man vielleicht sogar noch eine FSK 18 geben können). Dieser Film hätte eine FSK 16 kriegen müssen!
Zum Nachdenken regt dieser Film mich nicht an.
Guckt lieber Cannibal Holocaust. Der regt wirklich zum Nachdenken an.
Die Musik ist zwar nicht schlecht, aber nicht wirklich horrorfilmmäßig (passt also zu diesem Möchtegernhorrorfilm).
Die Story ist ziemlich schlecht. Der Film ist außerdem saulangweilig. Es passiert einfach viel zu wenig in den gut Anderthalbstunden des Films. Anfangs sieht es noch so aus, als könnte der Film spannend werden, aber spätestens nach einer halben Stunde wird klar: Der Film ist nicht so dolle.
Die Darsteller (es sind ja durchaus ein paar bekannte Gesichter zu sehen) sind soweit in Ordnung.
Der Film ist auch mal was anderes. Aber nur weil ein Film anders ist, ist er noch lange nicht gut.
Ich habe einen wenigstens einbisschen blutigen Film erwartet. Und ich wurde leider enttäuscht.
2,5/10 Punkten