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Nun habe ich auch endlich mal die Fortsetzung des wirklich witzig-actionreichen Kung Fu Panda-Abenteuers gesehen und bereue es in keinster Weise.

Kung Fu Pandabär Po ist wieder zurück und diesmal wird es ernst für den schwergerwichtigen Kampf-Panda: Der geheimnisvolle Schurke Lord Shen hat es auf den knuffigen Bären abgesehen. Als ob das nicht schlimm genug wäre, verfügt der Bösewicht über eine Geheimwaffe. Es geht um nichts weniger, als das Kung Fu selbst vor dem mächtigen Feind zu beschützen. Zu diesem Zweck sind die Fähigkeiten aller “furiosen Fünf” gefragt: Tigress, Crane, Monkey, Mantis und Viper, alle sind wieder dabei, um das gefährliche Abenteuer in China zu bestehen. Allerdings muss sich Kung Fu Panda Po erst einmal seiner mysteriösen Vergangenheit stellen.

Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass die Story wirklich gelungen ist und im Gegensatz zu Teil eins sehr viel tiefgründiger, aber teils auch ein wenig traurig einherkommt. Für Kinder niedrigen Alters sind Handlung, das düstere Setting und die insgesamt wirklich böse und kaltherzig wirkenden Charaktere, allen voran der Pfau (Lord Shen), nur begrenzt geeignet. Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass Kinder auch nur ansatzweise verstehen, worüber sich die Filmhelden, besonders Panda Po und Lord Shen, unterhalten. Gerade gegen Ende werden die Gespräche doch sehr tiefgründig, interpretierend und auch ergreifend. Zudem sollte ich vielleicht erwähnen, dass es sogar zu einer Ermordung kommt - und das in einem Animationsfilm für Kinder!? An dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen, dass ich nicht der Meinung bin, Kinder würden tiefgreifende Gespräche oder dergleichen in keinster Weise verstehen - aber wenn es um Animationsfilme geht, bin ich der Auffassung, dass sie einfach nur ihren Spaß haben sollten, ohne sich fragen zu müssen, was jetzt wie gemeint ist. Der letzte Film, bei dem ich mich gefragt habe, ob die FSK ihn überhaupt gesehen hat, war Rango. Hier trifft Ähnliches zu wie bei Kung Fu Panda 2. Aber weiter mit dem eigentlichen Thema...

Die Inszenierung und die Darstellung der einzelnen Charaktere ist durchweg schön anzusehen, da sich die Produzenten wahrlich viel Mühe gegeben haben, ihre Akteure so lebendig wie möglich wirken zu lassen. Es ist kaum mehr möglich, zwischen Realfilm und Animationsfilm zu unterscheiden, denn nicht nur Figuren, nein, auch die Landschaften und Städte könnten echter nicht sein - brillant! Nun gut, schon im Vorgänger waren die Animationen perfekt, aber man merkt die Fortschritte, die von Film zu Film gemacht werden.

Kung Fu Panda 2 hat jede Menge Action zu bieten - gar noch mehr als der Erstling. Allerdings findet man hier den Unterschied, dass die ein oder andere Szene überhaupt nicht lustig oder komisch ist, sondern vielmehr in eine etwas brutalere Kerbe einschlägt. Dass man, oder besonders Kinder, dennoch lacht, dürfte außer Frage stehen. Aber ob es nötig ist, dass sich Kinder, egal welchen Alters, über Prügeleien amüsieren können/dürfen, ist eine andere Geschichte.

Der erste Teil hat mir eine Ecke besser gefallen, weil insbesondere viel Wert auf Witz und Slapstickeinlagen gelegt wurde. Im Nachfolger kommt es nicht gerade oft vor, dass man sich aufgrund besonders witzreicher Einfälle amüsieren könnte. Hier wird der Schwerpunkt auf die Action verlagert, was sich nicht unbedingt als schlecht erweist, aber lustige Momente oder "unfreiwillig" komische Situationen bleiben dadurch außen vor - und genau solche Einfälle haben den Kung Fu Panda ausgemacht. Nichtsdestotrotz ist diese mit etwas Tragik angehauchte Fortsetzung garantiert eine lohnenswerte Investition - spaßig und unterhaltsam! Top!

7,5/10

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