Womit soll man einsteigen, wenn sich über den Streifen selbst nicht viel sagen lässt? Vielleicht damit, dass Charisma Carpenter mit ihren mittlerweile 42 Jahren noch ziemlich lecker aussieht, ihre Filmtochter Katie Findlay ebenfalls einen Hingucker darstellt und man meint, Sebastian Spence schon häufiger gesehen zu haben, weiß aber nicht konkret wo.
Ansonsten haben wir es fast schon mit einer Mogelpackung zu tun, denn wer hier einen Survival-Thriller erwartet, dürfte reichlich bedröppelt aus der Wäsche gucken.
Die Ehe zwischen Daniel (Spence) und Rita (Carpenter) scheint am Ende. Er verbringt zuviel Zeit im Büro des eigenen Unternehmens für Datensicherheit, während sie und Tochter Frances (Findlay) mal wieder einen Abend allein verbringen müssen. Dennoch geht es am nächsten Tag zu viert in die Natur, doch als die Eheleute zu zweit im Jeep unterwegs sind, reagieren die Bremsen nicht…
Die Exposition greift ein wenig vorweg und suggeriert dem Betrachter eine lebensgefährliche Situation, als Dan und Rita von ein paar Wölfen umgeben sind, doch kurz darauf geht es szenentechnisch ins Büro, wo ein findiger Mitarbeiter soeben eine Sicherheitslücke entdeckt hat: Datenspionage.
Irgendwer will Daniel ans Bein pinkeln oder einfach nur Kohle durch geklaute Passwörter scheffeln und da ist der Kreis der Verdächtigen doch äußerst gering. Zumal der Familienausflug außerplanmäßig zu viert stattfindet, da Frances schmieriger Freund Matthew spontan eingeladen wird, der rein zufällig etwas mit Computertechnik zu tun hat.
Entsprechend vorhersehbar geht die Geschichte vonstatten, als der Jeep des Ehepaares in einer Böschung landet, denn auch da dürfte Sabotage im Spiel sein. Dumm ist jedoch das Verhalten der leicht Verletzten, die nicht den kurzen Hügel zur Straße zurückgehen und stattdessen erstmal in Ruhe Zelte aufschlagen und sich nachfolgend am Kompass orientieren, der im Verlauf auch noch verloren geht.
Richtig albern wird es allerdings, als Rita von einer undefinierbaren Giftspinne gebissen wird, denn ihr darauf folgendes Fieber dauert eine scheinbar genau abgemessene Zeitspanne, bis sie von Null auf Hundert wieder klar im Kopf ist.
Mit solchen Dummheiten muss man sich einige Zeit herumschlagen, während der parallel ablaufende Handlungsstrang immer mehr verdeutlicht, wer hinter all dem stecken dürfte.
Derweil nervt hingegen das Gezicke zwischen den Eheleuten, welche sich nicht einmal während einer kurzen Gefahrensituation einig sind.
Entsprechend wirkt die Chose wie ein Ehedrama in netter Naturkulisse, welche durch den Score zuweilen der Lächerlichkeit preisgegeben wird, obgleich kein Humor vorhanden ist.
Spannend wird es demgegenüber nur allzu selten, etwa als besagte Wölfe auf den Plan treten oder zum Finale ein wenig die Zeit davon rennt.
Durch die zuweilen lahme Erzählweise schafft die Geschichte es kaum, dauerhaft bei Laune zu halten, dazu gesellen sich brauchbare bis eher steife Performances und eine Inszenierung, die zu keiner Zeit das gefühlte TV-Niveau überschreitet.
Vielleicht keine komplette Zeitverschwendung, doch wer ein raues Naturabenteuer erwartet, sollte mit Camping im Weichspülermodus rechnen und nicht auf allzu viel Dramatik hoffen.
3,5 von 10