Wie Spielzeuge aussehende Souvenirs, wie Palmen, Kakteen sowie eine blonde Schönheit, wippen unter der Sonne. Daneben steht eine Schneekugel, in der ein Schneemann haust. Angezogen von der blonden Schönheit, versucht er aus der Schneekugel auszubrechen und sich zu ihr gesellen.
"Knick Knack" ist ein Kurzfilm, der besonders durch seine weiche Animation und die leichtfüßige Atmosphäre beeindrucken kann. Eine Aussagekraft hat er nicht.
In spärlichen drei bis vier Minuten setzt das Pixar Animationsstudio skurrile Ideen sowie slapstickhafte Situationskomik in den Fokus. Auch wenn nicht klar ist, woher der Protagonist seine Werkzeuge für die Ausbruchsversuche hat, laden die comichaften Varianten zum Schmunzeln ein. Dazu ertönt eine karibisch angehauchte Musikkulisse in A cappella-Form, die eine sommerliche Stimmung verbreitet.
"Knick Knack" hat eine beeindruckende, wenn auch nicht perfekte, Visualisierung. Spektakulär werden Details, wie aufwirbelnde Schneeflocken aus Styroporkügelchen, in Szene gesetzt. Die Animation der Figuren wirkt sehr flüssig. Allerdings sind sämtliche Oberflächen der Figuren sehr glatt und die Hintergründe recht detailarm.
Die liebevollen Figuren funktionieren für das, was "Knick Knack" vorhat. Kurz und knackig zu unterhalten. Für eine Moral hat es trotz des verschmitzten Endes leider nicht gereicht. Zumindest nicht im Inhalt der Handlung. Wenn man so will, kann man die spätere Überarbeitung des Kurzfilms, wobei die immensen Oberweiten der weiblichen Figuren auf ein realistisches Maß reduziert wurden, als Moral sehen.
8 / 10