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Julia Roberts spielt in diesem Film ein typisches Opfer der kapitalistisch orientierten US-Politik. Sie ist geschieden, arbeitslos, zieht allein 3 Kinder groß und hat zudem ´ne ziemlich große Klappe.

Es tut wirklich gut, diese Schauspielerin mal nicht in einer aalglatten High Society-Rolle zu sehen; ihre Mimik ist natürlich trotzdem Weltklasse.
Erin Brockovich ist eine Kämpfernatur, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfindet . Um ihre Kinder durchzubringen, reißt sie sich wirklich den Arsch auf. Nachdem sie in einer Anwaltskanzlei eingestellt wird, deckt sie einen Umweltskandal auf und will den zahlreichen Betroffenen helfen. Dabei muss sie jedoch viele Hürden überwinden ...

Die Handlung entpuppt sich teilweise als vorhersehbar, nicht im Sinne von „Ich weiß was sie als Nächstes tut“, sondern „War ja klar dass sie so handelt“. Denn wer Karriere macht, hat natürlich weniger Zeit für Kinder und Partner, und dass die kein Verständnis für Mama´s Aufstieg aufbringen können oder wollen, liegt klar auf der Hand. Von daher kann man sich oft denken wie´s weitergeht.

Hier haben wir es mit einer typischen „Ich bin ein Verlierer und werd zum Gewinner“-Produktion zu tun, die nach allen Strapazen natürlich mit einem Happy End aufwartet. Trotzdem lohnt es sich, diesen Streifen aufgrund seiner überzeugenden schauspielerischen Leistungen anzusehen; Emotionalität ist eben nicht immer aufgesetzt.

8/10

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