Dieser Kurzfilm aus dem Hause Pixar ist so ziemlich das Genialste,was bisher von ihnen animiert wurde,was 1997 sehr zurecht mit einem Oscar belohnt wurde.
Mitten im Park sitzt Geri,ein alter Mann,der mit sich selbst Schach spielt,indem sein Alter Ego ständig das Tischende wechselt.Die Partie verläuft einseitig,so dass Geri sich etwas einfallen lassen muß…
Da wurde sehr sorgfältig beobachtet,denn in der Tat sieht man häufiger mal ältere Typen allein vor einem Schachbrett sitzen.
Unser Protagonist verbringt seinen Herbst des Lebens(im Hintergrund sieht man Blätter auf dem Boden liegen,die Bäume haben sich verfärbt)damit,sich etwas Lebensfreude zu schenken,indem er sich selbst überlistet und anschließend belohnt.
Sehr sensibel und feinsinnig wurde dieser Charakter umgesetzt,die Mimik des alten Mannes ist einfach brillant.Während des Schachspiels gewinnt man schnell den Eindruck,als spiele er gegen seinen Zwillingsbruder,denn der anfänglich,durch körperliche Gebrechen erschwerte Platzwechsel ist schon bald nicht mehr sichtbar.
Im Hintergrund dudelt ein Akkordeon und vermittelt unbeschwerte Leichtigkeit und Lebensfreude,die auch Geri noch nicht verloren hat,wie das spaßige Ende beweist.
Ein kleines Meisterwerk,genial animiert,höchst unterhaltsam und mit einer wertvollen Aussage versehen.
9 von 10 Punkten