"Geri's Game" ist ein gerade mal knapp 5 Minuten langer Kurzfilm von Pixar. In dieser kurzen Zeit spielt ein alter Mann Schach in einem Park. Da er keinen Gegenspieler hat, spielt er gegen sich selbst. Dabei offenbart er ein wahres Doppelleben. Das eine Ich wirkt eher schüchtern, zurückhaltend und ängstlich während das andere Ich sehr selbstbewusst und überheblich daher kommt.
Erzählerisch ist der Kurzfilm sehr schlicht. Außer einem häufigen Wechsel der Sitzplätze und dem ziehen der Figuren ist kaum Bewegung drin. Grummeln, Lachen und Gemurmel sind die einzigen Laute, Dialoge gibt es nicht. Weitere Personen außer dem alten Mann sind ebensowenig vorhanden.
Der Fokus liegt auf dem häufigen Wechsel der Charakterzüge des alten Mannes und dem charmanten Witz, der daraus entsteht. Zum Lachen regt "Geri's Game" allerdings nicht an. Dazu ist der Humor zu subtil und die musikalische Untermalung in Form eines Akkordeon zu sanft.
Die Animation ist zwar gelungen, manche Bewegungsabläufe wirken aber dennoch recht hölzern. Der Hintergrund ist durchgehend statisch und leblos. Da sich die Sicht jedoch überwiegend auf das Schachbrett fokussiert, fällt letzteres weniger ins Gewicht.
Trotz charmanter Präsentation ist "Geri's Game" eher langwierig. Es gibt nichts, was eine Spannung erzeugt. Die Animation ist stimmig, weit über 10 Jahre nach der Entstehung später nun aber doch veraltet. Nur die wechselhaften Charakterzüge des Protagonisten laden zum kurzweiligen schmunzeln ein.
3 / 10