Review
von Leimbacher-Mario
Win-Win-Situation
Ein alter Schachspieler im Park nimmt es mit einem gehässig lachenden, blitzschnell ziehenden und scheinbar kaum besiegbaren Gegner auf - sich selbst!
„Geris Game“ erschien noch in Pixars Anfangstagen und deutete schon deutlich in Richtung „Up“ und Co., den nächsten Entwicklungsschritt der Animationspioniere an. Die Ausdrücke des Gesichts, das Auslassen von Sprache und intuitive Erzählen durch Bilder, Mimik, Töne. Den gewissen „comichaften (Foto-)Realismus“. Der Humor - unschuldig, sweet, nie unter der Gürtellinie oder zu zweideutig (wie bei der Konkurrenz oft). Ein ideales Tempo und gute Pointen. Eine gewisse Reife und Melancholie. Ungewöhnliche Helden, auch mal im fortgeschrittenen Alter. All das sieht und spürt man schon in diesem raffinierten Rochadenreisser. Wenn auch noch in seinen Kinderschuhen und sehr schemenhaft.
Fazit: ein Schachspiel zwischen Falten und Fisimatentchen - „Geris Game“ zeigte vor allem was Mimik und Gestik animierter Figuren früh, was vom Genreprimus Pixar zu erwarten war. Aber eher ein kurzer Schaulauf.