"Tin Toy" war der erste Film, der eine menschliche Figur, hier ein Baby, computeranimiert darstellte. In den knapp 5 Minuten spielt allerdings ein Spielzeug die Hauptrolle und ebnet den Weg zu der später folgenden Filmreihe "Toy Story".
Nach über 25 Jahren wirkt die Animation bei weitem nicht mehr so erstaunlich, wie es 1988 der Fall war. Die Bewegungen des Babys wirken hölzern, die Mimik noch sehr leblos. Die drolligen Spielzeuge dagegen sehen besser, wenn auch etwas glatt an den Oberflächen, aus. Pixar verstand es von Anfang an Gegenständen Leben einzuhauchen und sie einprägsam zu vermenschlichen.
Das inhaltlose Gerangel im Kinderzimmer enthält leider kaum Humor. Eine Szene, in der sich das titelgebende Spielzeug unter einen Schrank versteckt, erweist sich als die einzige, die wirklich nachhallt. Der Rest ist nach dem Sehen schnell vergessen. Pixar beweist hier wenig Mut für Experimente.
Zugegeben, "Tin Toy" ist süß gemacht und zielt somit voll auf ein weibliches oder junges Publikum. Seine einzige Daseinsberechtigung ist nach Jahren allerdings die Demonstration technischer Möglichkeiten zur damaligen Zeit. Mit mehr Humor oder einem sich steigernden Handlungsbogen wäre hier etwas dauerhafteres entstanden.
3 / 10