Review

WORLD OF THE DEAD ist der selten einfallslose Titel eines fast ebenso einfallslosen Films. Als Trilogie THE ZOMBIES DIARIES angelegt eifert der Film damit nicht nur indirekt der Urserie von Romero nach, sondern muss sich am Ende des Tages an den diversen Vorbildern im Bereich Horror und dem Zombie Subgenre messen lassen. Bei tatsächlich teils guten und harten Effekten, aber leider zweitklassischen Zombiemasken schafft es der Film in einigen Szenen tatsächlich Suspense aufkommen zu lassen. Der überwiegende Rest leider oft nur wildes Gewackel mit der Hand- oder Nachtsichtkamera und Dialoge ohne Hand und Fuss. Aber der Film hat auch erträgliche Seiten, siehe unten.

Genregerecht ist das ganze Land verseucht von Zombies und nur eine Gruppe von Militärleuten und Zivilisten kann sich u.a. in einer Kaserne verstecken. Diese wird aber auch von den blutgierigen Gesellen angegriffen und man flüchtet an die Küste wo es eine grössere Menge Überlebende geben soll.....natürlich trifft man unterwegs zuhauf die Menschenfresser mit wirrem Blick und zersausten Haaren und zum Überleben sollte man auf jede Rücksicht verzichten.

Der Film präsentiert die klassischen Wackel-Onkel Zombies der langsamen Art, eine Entscheidung die nicht schlecht sein muss. Diese sind hier so tumb, dass ein Soldat noch seinen Kollegen ganz ruhig danebenstehend erschiessen kann bevor sein Leiden beim Gefressenwerden zu gross wurde. Am besten gefällt mir der Vorspann in dem sehr geschickt mit einem kleinen quasi found-footage prequel wirkliche Spannung erzeugt wird, schade dass es nicht so weitergegangen ist.

Später ist im Haupthandlungsstrang leider die Bildführung oft unvorteilhaft eingesetzt, der Ablauf ist fast immer der gleiche: Angst wird aufgebaut,......der Schrecken ist im Verborgenen im Anmarsch,.......dann erscheint er......es wird losgeballert.......die Freunde des warmen Menschenfleisches sind meist chancenlos. Etwas komplexere Kampfszenarien werden nicht aufgebaut. Das nicht verratene Ende überrascht inhaltlich wiederum positiv.

Für Zombiefilm-Komplettisten und -Sammler´und Indie-Filmliebhaber kann der Film durchaus interessant sein, er ist kein Totalreinfall oder mieser Trash. Sicherlich wurde mit viel Liebe zum Detail bei sehr beschränktem Budget eine Menge erreicht. Wenn gar nichts, aber auch rein gar nichts an besseren Scheiben im Hause ist kann man sich - in einem dunklen Raum den Film sehend - durchaus hier und da mal erschrecken und die rund 90 Minuten mit dem ego-shooter mässigen Geballere über sich ergehen lassen.

3/10 Punkten

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