Der ehemalige CIA-Agent Paul Shepherdson (Richard Gere) wollte eigentlich nur seinen Ruhestand genießen, doch als in Washington ein Senator getötet wird, tritt er wieder in den Dienst. Gemeinsam mit dem jungen Geary (Topher Grace) jagt er den todgeglaubten russischen Agenten Cassius. Doch niemand ahnt, dass Paul selbst Cassius ist...
Der böse Russe ist zurück. Brutaler und gnadenloser denn je. Lange genug haben ihn die amerikanische Regierung und ihre Unterstützer aus der Wirtschaft vermisst. Man fragt sich, wer hinter solch einem Drehbuch steckt, wie es Erfolgsautor Michael Brandt ("Wanted"; "Todeszug nach Yuma") für sein Regiedebüt geschrieben hat?
Vor diesem zweifelhaften Hintergrund sehen wir nicht etwa einen Politthriller, sondern eine n soliden Agentenfilm mit ein paar Actionszenen, man könnte aberauch sagen ein Buddy-Movie mit Doppelagent. Richard Gere in der Titelrolle mal wieder mehr Offizier als Gentleman macht seine Sache gewohnt überzeugend, kann aber seine 62 Jahre nicht mehr verleugnen. Zum Sympathieträger wird schnell Topher Grace, der Venom aus "Spider-Man 3" (2007). Bereits nach einer halben Stunde erfährt der Zuschauer von Pauls Doppelspiel, was später für einige spannende Momente sorgt. Das Ende ist dann allerdings mehr als unglaubwürdig und lässt die zweifelhafte Botschaft des Films wieder deutlich werden. Angeblich gibt es schließlich heute 10 mal so viele russische Agenten in den USA wie zu Zeiten des kalten Krieges... (5/10)